Samstag, 28. November 2020

"Familie Streuner sucht einen Menschen" von Christian Tielmann




Titel: Familie Streuner sucht einen Menschen
Autor: Christian Tielmann
Illustratorin: Meike Töpperwien
Verlag: Carlsen (2. Juli 2020)
Seiten: 128
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 8 Jahren


 
Familie Streuner lebt in einem gemütlichen Erdloch am Stadtrand. Dort gibt es jede Menge Müll und Obst zu mampfen und es ist herrlich friedlich – bis sich eines Tages die Wildschweine im Wald zusammenrotten und die Familie vertreiben wollen. So einfach lassen sich die Streuners jedoch nicht unterkriegen. Ganz klar: ein Wach- und Hütemensch muss her! Doch wo findet man den richtigen? Muss man Zweibeiner füttern oder jagen sie selbst? Sind sie kuschelig? Gemeinsam schnüffeln die fünf Hunde nach Antworten. Am Ende finden sie nicht nur einen Beschützer, sondern einen wahren Freund fürs Leben.
(Bild- und Textquelle: Carlsen)




Meine Meinung:


Wohl jedes Kind hätte gerne ein Haustier. Sei das nun ein Hamster, ein Kaninchen, eine Katze oder sogar einen Hund. Manche Kinder müssen ihren Eltern lange in den Ohren liegen, bis sich ihr Wunsch erfüllt, denn so ein Haustier kostet nicht nur, es nimmt auch Zeit in Anspruch und verlangt nach Verantwortung. Bevor man sich einen stolzen Hundebestitzer nennen darf, müssen einige Fragen geklärt werden. 
Doch habt ihr euch schon einmal überlegt, dass das alles gar nicht so ist, wie es für uns den Anschein hat? Was wäre denn, wenn wir unseren Hund gar nicht selber suchen würden? Was wäre, wenn es genau umgekehrt wäre?

Familie Streuner lebt in einem verlassenen Fuchsbau im Wald. Eigentlich sind Papa und Mama Streuner mit ihren drei Welpen ganz zufrieden, doch dann beginnen die beiden Wildschweine Brombeer und Krauti Ärger zu machen und die anderen Wildschweine gegen die Hundefamilie aufzuhetzen. Sie wollen den Streuners zeigen, wer die Herren des Waldes sind, denn ihrer Meinung nach, gehören Hunde nicht in den Wald.
Familie Streuner ist ratlos, was sie nun tun sollen, denn anscheinend, haben die Wildschweine vor nichts und niemandem Angst - ausser vor Menschen. Da haben sie die Idee: Sie brauchen einen Menschen, der sie beschützt. Aber wo findet man den richtigen Wach- und Hütemenschen? Und muss man Zweibeiner füttern?

Ab nun wird die Geschiche richtig amüsant, denn da die Streuners nie bei Menschen gelebt haben, haben sie eine sehr komische Vorstellung von Menschen. Und so erleben wir, wie das mit Hund und Menschen aus Sicht der Tiere aussieht. Sie denken nämlich, dass sie sich einen Menschen aussuchen und diesen dann an die Leine nehmen. Den richtigen Kandidaten haben sie schnell entdeckt, einen Jogger, den sie wegen seinen Essgewohnheiten Banano nennen. Nun stellt sich nur noch die Frage, wie sie es hinbekommen, dass Banano alle fünf Hunde bei sich aufnimmt. Keine einfache Angelegenheit.

"Moment mal!" Chicko blieb stehen. "Wer ist Banano?"
Daisy strahlte ihre Schwester an und wedelte fröhlich mit dem Schwanz. "Ist das nicht ein niedlicher Name? Den hab ich mir ganz allein ausgedacht. Wir können ihn doch nicht immer nur 'Mensch' oder 'Zweibeiner' nennen!"Chicko schüttelte sich. "Was soll das für ein Name sein? Menschen heissen 'Sitz!' und 'Fass!' und 'Aus!' oder 'Komm-endlich'."      (Seite 63)


Die Idee des Perspektivenwechsels ist total witzig und kreativ umgesetzt. Für mich ist "Familie Streuner sucht einen Menschen" ein ideales Vorlesebuch, bei dem es viel zu lachen gibt. Es ist köstlich unterhaltsam, die fünf Hunde zu begleiten, wie sie gemeinsam nach Antworten schnüffeln, um das Herz von Banano zu erobern.

Die zahlreichen farbenfrohen Illustrationen passen super zur Geschichte und lockern diese perfekt auf.





Fazit:


witzig & unterhaltsam
"Familie Streuner sucht einen Menschen" von Christian Tielmann lebt vom Perspektivenwechsel Hund-Mensch. Die Geschichte strotzt nur so vor Wortwitz und Situationskomik. Es ist ein köstliches Buch, das sich perfekt zum Vorlesen eignet. Lacher sind garantiert!





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