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Montag, 2. Februar 2026

"Maris Märchen" von von Shari und André Dietz




Titel: Maris Märchen
Autoren: Shari und André Dietz
Illustratorin: Saskia Gaymann
Verlag: Carlsen (30. Oktober 2025)
Seiten: 112
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 6 Jahren


Aus Maris Sicht müssten Märchen ganz anders erzählt werden. Zum Beispiel das von Jochen-Günther, den alle immer nur Humpelstilzchen nennen, nur weil zufälligerweise ein Bein kürzer ist als das andere. Dass er der Königin gar nicht das Kind stehlen wollte, sondern nur vor großem Unheil bewahrt hat, kapiert mal wieder keiner. Und auch das Downröschen, das Handikäppchen und all die anderen müssen sich in einer Welt voller Hindernisse und Vorurteile bewähren.
(Bild- und Textquelle: Carlsen)




Meine Meinung:


Da wir dieses Jahr an unserer Schule das Jahresthema «Märchen» haben und dazu bald eine ganze Projektwoche gestalten, habe ich mich natürlich auch nach Büchern umgeschaut. Dabei bin ich auf "Maris Märchen" von Shari und André Dietz gestossen.
Es nimmt bekannte Geschichten und erzählt sie neu. Und zwar aus einer Perspektive, die man so selten liest. Mari findet nämlich, dass Märchen oft ungerecht sind. Warum wird jemand Humpelstilzchen genannt, nur weil ein Bein kürzer ist? Und warum denkt niemand daran, dass Downröschen oder Handikäppchen vielleicht einfach ihren eigenen Weg gehen?

Mittwoch, 6. März 2024

"Disney Villains Graphic Novels: Die Schönste im ganzen Land" von Serena Valentino und Fiona Marchbank




Titel: Die Schönste im ganzen Land
Reihe: Disney Villains Graphic Novels
Autorin: Serena Valentino
Illustratorin: Fiona Marchbank
Übersetzerin: Hanna Reininger
Verlag: Carlsen Comics (31. Januar 2024)
Seiten: 128
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 12 Jahren


Die Geschichte der bösen Stiefmutter
Das Märchen der jungen Prinzessin Schneewittchen und ihrer Stiefmutter, der bösen Königin, ist weithin bekannt. Die Königin war eifersüchtig auf die Schönheit des Mädchens, was sie dazu trieb, einen Anschlag auf ihre Stieftochter zu verüben. Aber wie wurde die Königin so böse? War sie von Geburt an grausam? Oder hat es vielleicht mit einem geheimnisvollen Spiegel zu tun, der ihr bei ihrer Hochzeit geschenkt wurde... und in dem dunkle Magie wohnt. Wer ist der Mann im Spiegel? Und was hat er mit dem Untergang der Königin zu tun?
(Bild- und Textquelle: Carlsen Comics)





Meine Meinung:


Die Geschichte der jungen Prinzessin Schneewittchen und ihrer Stiefmutter, der bösen Königin, ist allgemein bekannt. Die Königin war eifersüchtig auf die Schönheit des Mädchens und versuchte deshalb, sie zu töten. Aber was hat die Königin dazu gebracht, so böse zu werden? War sie von Natur aus grausam oder spielte ein mysteriöser Spiegel, den sie zur Hochzeit erhalten hatte, eine Rolle? 

Jeder kennt die Disney-Märchen, die Geschichten über Gut und Böse und wie das Gute am Ende siegt. Doch wie ist die andere Seite der Geschichte? Wie ist das Böse überhaupt entstanden?
In der Disney Villains Reihe von Serena Valentinos wird die Sicht der Antagonisten erzählt. So ist "Die Schönste im Land" die tragische Neuinterpretation des Märchens Schneewittchen aus der Perspektive der bösen Königin. Und seit neustems gibt es diese nun auch noch als Comic.

Mittwoch, 10. Januar 2024

"Der Eisbärprinz" von Maja Lunde und Hans Jørgen Sandnes




Titel: Der Eisbärprinz
Autorin: Maja Lunde
Illustrator: Hans Jørgen Sandnes
Übersetzerin: Ina Kronenberger
Verlag: cbj (18. Oktober 2023)
Seiten: 232
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 8 Jahren


Als die abenteuerlustige Liv einem mysteriösen weißen Bären begegnet, folgt sie ihm neugierig in sein eisiges Bergreich. Zwischen den beiden entwickeln sich bald tiefe Freundschaft und echte Zuneigung, denn Liv spürt, dass in dem Bären mehr steckt, als man von außen sehen kann. Tatsächlich ist er kein gewöhnliches Tier, sondern Prinz Valemon – verflucht von einer bösen Königin. Damit Liv ihn retten kann, muss sie sich auf eine gefährliche Reise begeben. Doch ist sie wirklich stark genug, für ihre Überzeugung und die, die sie liebt, zu kämpfen?
(Bild- und Textquelle: cbj)




Meine Meinung:


Zwischendurch lese ich immer wieder gerne eine Graphic Novel. Mit "Der Eisbärprinz" erzählen Maja Lunde und Hans Jørgen Sandnes das alte norwegische Märchen "Der Eisbärkönig Valemon" in Comic-Form.
Diese Geschichte ist genau das richtige Buch für all jene Märchenliebhaber, die schöne, farbenfrohe Illustrationen lieben und nicht so gerne lange Texte lesen.

Dienstag, 8. September 2020

"Hans Christian Andersen: Die Reise seines Lebens" von Heinz Janisch und Maja Kastelic




Titel: Hans Christian Andersen
Untertitel: Die Reise seines Lebens
Autor: Heinz Janisch
Illustratorin: Maja Kastelic
Verlag: NordSüd Verlag (28. Februar 2020)
Seiten: 128
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren



Eine Kutsche fährt Richtung Kopenhagen. Darin befinden sich das Mädchen Elsa, seine Mutter und ein weiterer Passagier, der sich als Hans Christian Andersen vorstellt. Schnell entwickelt sich ein lebhaftes Gespräch zwischen Elsa und Andersen. Er erzählt ihr von dem »Märchen seines Lebens«, genauer, wie aus dem Sohn eines Schuhmachers ein gefeierter Schriftsteller wurde.
(Bild- und Textquelle: NordSüd Verlag)




Meine Meinung:



Die kleine Meerjungfrau, Das hässliche Entlein, Die Prinzessin auf der Erbse, Des Kaisers neue Kleider, ... Wer kennt sie nicht, die Märchen von Hans Christian Andersen. Im Bilderbuch "Hans Christian Andersen: Die Reise seines Lebens" von Heinz Janisch und Maja Kastelic realisiert man, dass eigentlich schon sein eigenes Leben ein Märchen war. Wie er als armer Schusterjunge auszog, um Schauspieler zu werden und dabei das Schreiben für sich entdeckte.

Donnerstag, 19. September 2019

"Land of Stories: Das magische Land 1 – Die Suche nach dem Wunschzauber" von Chris Colfer




Titel: Die Suche nach dem Wunschzauber
Reihe: Land of Stories - Das magische Land 1
Autor: Chris Colfer
Illustrator: Brandon Dorman
Übersetzerin: Fabienne Pfeiffer
Verlag: FISCHER Sauerländer (HC: 13. März 2019 / TB: 28. Februar 2024)
Seiten: 480
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 10 Jahren


Als Alex und ihr Zwillingsbruder Conner ein altes Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen, ahnen sie nicht, dass der dicke Schmöker ein Portal in ein magisches Reich ist. Sie geraten in eine Welt, in der es nicht nur gute Feen und verwunschene Prinzen gibt, sondern auch ein böses Wolfsrudel und eine noch viel bösere Königin. Doch ganz so einfach ist die Sache mit Gut und Böse leider nicht. Denn in all den Jahren nach dem Happy End haben die Märchenwesen einige Marotten entwickelt, was die Zwillinge in so manche verzwickte Lage bringt. Außerdem haben sie nicht den blassesten Schimmer, wie sie wieder nach Hause finden sollen. In einem geheimnisvollen Tagebuch steht die Lösung – doch hinter dem ist auch die böse Königin her …
(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)





Meine Meinung:


Als Alex und ihr Zwillingsbruder Connor ein altes Märchenbuch zum Geburtstag geschenkt bekommen, haben sie noch keine Ahnung, dass das Buch ein Portal in ein magisches Reich ist. Sie treffen Dornröschen, Schneewittchen, ein böses Wolfsrudel und eine noch viel bösere Königin. All die Märchenfiguren, von denen ihnen ihre Grossmutter immer erzählt hat, existieren wirklich, nur haben sich die Figuren nach ihrem Happy End im Märchen weiterentwickelt - nicht alle zu ihrem Guten. Die Zwillinge haben keinen blassen Schimmer, wie sie wieder nach Hause kommen sollen. In einem geheimnisvollen Tagebuch steht das Rezept für einen Wunschzauber, aber um an alle Zutaten zu kommen, müssen sie durch alle Königreiche reisen. Und sie sind nicht die Einzigen, die auf der Suche nach dem Wunschzauber sind ...

Freitag, 25. Januar 2019

"Die Bremer Stadtmusikanten - was wirklich geschah: Oskar ganz nach oben" von von Gerlis Zillgens



Titel: Die Bremer Stadtmusikanten - was wirklich geschah: Oskar ganz nach oben
Autorin: Gerlis Zillgens
Illustratorin: Katja Jäger
Verlag: Südpol (28. Februar 2018)
Seiten: 80
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 7 - 9 Jahre



Die Bremer Stadtmusikanten - Was keiner weiß: sie waren sogar zu fünft!
Der kleine Hund Oskar muss zu seinem Opa nach Bremen ziehen. In seiner neuen Klasse wird er von zwei aufgeblasenen Kötern gemobbt. Opa ist ihm dabei keine große Hilfe, er und seine Kollegen, Eselin Agatha, Katze Pummelchen und Hahn Schröder, wurden gerade entlassen – sie sind zu alt! Schlechte Stimmung also in Bremen. Aber dann bringt Oskar die Bremer Bande gemeinsam mit dem Pudelmädchen Tiramisu auf Trab …
(Bild- und Textquelle: Südpol)





Meine Meinung:


Nachdem uns "Der Froschkönig – was wirklich geschah" so gut gefallen hatte, mussten wir auch unbedingt wissen, was Gerlis Zillgens aus dem bekannten Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" gemacht hatte.


Freitag, 5. Oktober 2018

Bilderbuch: "Die allerbeste Prinzessin" von Ursula Poznanski und Sabine Büchner




Titel: Die allerbeste Prinzessin
Autorin: Ursula Poznanski
Illustratorin Sabine Büchner
Verlag: Loewe (11. Juni 2018)
ISBN: 978-3785585788
Seiten: 48
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


Bianca, Violetta und Rosalind sind drei bezaubernde Prinzessinnen. Sie haben nur einen klitzekleinen Fehler: Sie streiten für ihr Leben gern! 
Eines Tages meldet sich Besuch an, Prinz Waldomir hat keine Lust mehr auf die Drachenjagd und möchte lieber heiraten. Natürlich hält sich jede der Prinzessinnen für die Beste – und damit für die zukünftige Frau des Prinzen. Ein turbulenter Wettkampf entspinnt sich, noch bevor sie den mickrigen Waldomir überhaupt zu Gesicht bekommen haben …
(Bild- und Textquelle: Loewe Verlag)



Meine Meinung:


Ihr denkt, Ursula Poznanski kann nur Thriller? Weit gefehlt ..... Als ich "Die allerbeste Prinzessin" entdeckte, staunte ich nicht schlecht, als ich den Namen der bekannten österreichischen Autorin darauf entdeckte. Schreibt sie seit neustem auch Bilderbücher? Nochmals falsch .... Dies ist eine Neuauflauge des 2005 erschienenen Bilderbuches, dieses Mal illustriert von Sabine Büchner. Das Resultat ist eine etwas andere Prinzessinnengeschichte.

Samstag, 31. März 2018

Bilderbuch: "Linas Reise ins Land Glück" von Martin Widmark und Emilia Dziubak



Titel: Linas Reise ins Land Glück
Autor: Martin Widmark
Illustratorin: Emilia Dziubak
Übersetzerin: Maike Dörries
Verlag: Ars Edition (16. Juni 2017)
ISBN: 978-3845822051
Seiten: 40
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 7 Jahre


Zum Einschlafen erzählt Lina dem kleinen Daniel eine märchenhafte Geschichte aus ihrer Vergangenheit: Als kleines Mädchen landet sie auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder in einer wundersamen Welt – dem Land Glück. Dort trifft sie auf sprechende Insekten und einen höflichen Käfer in Frack und mit Fliege, der sie an die wundervollsten Orte führt. Doch schon bald muss Lina erfahren, dass auch im Land Glück nicht alles so unbeschwert ist, wie es scheint ...
(Bild- und Textquelle: arsEdition)




Meine Meinung:

"Jetzt wird aber geschlafen", sagt Lina und zupft das Kissen unter Daniels Kopf zurecht. Daniels Eltern haben heute Spätschicht im Krankenhaus, deshalb ist Lina da. Daniel findet das prima, denn niemand auf der Welt erzählt so spannende Geschichten wie sie.

Es gibt diese Bilderbücher, in deren Cover ich mich als Mutter sofort verliebe. "Linas Reise ins Land Glück" gehört definitiv dazu. Emilia Dziubak hat hier wieder einmal ganze Arbeit geleistet und verzaubert die Betrachter mit wunderschönen Bildern.
Die Geschichte ist nicht minder fantastisch. Genauer gesagt hat Martin Widmark ein neues Märchen mit einigen schon bekannten Elementen geschaffen.

Montag, 30. Oktober 2017

Bilderbuch: "Guck mal - Im Märchenwald: Dornröschen" von Anna Milbourne und Karl James Mountford




Titel: Dornröschen
Reihe: Guck mal - Im Märchenwald
Autorin: Anna Milbourne
Illustrator: Karl James Mountford
Verlag: Usborne Publishing (8. September 2017)
ISBN: 978-1782326557
Seiten: 14
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 3 Jahren


Dornenhecken umgeben das prächtige Schloss, in dem Dornröschen schon seit langer, langer Zeit tief schläft. Erfahre, wie es dazu kam und sei dabei, wenn der Prinz die Königstochter wach küsst.
(Bild- und Textquelle: Usborne Verlag)




Meine Meinung:

Vor langer, langer Zeit, als es noch Feen gab, da wurde eine Prinzessin geboren.
Zwölf Feen kamen zum Freudenfest und beschenkten sie mit wundervollen Gaben.
Es war ein schönes Fest, bis ...

Die Geschichte von Dornröschen kennt gewiss jeder, denn es haben wohl alle in ihrer Kindheit Märchen vorgelesen bekommen. Kinder lieben Märchen mit ihrer klaren Gut-Böse-Trennung, ihren fantastischen Elementen und natürlich, dass das Gute immer siegt. Dicke Märchenbücher sind etwas Tolles und eine Bereicherung für jedes Buchregal, doch ich war auch auf der Suche nach Bilderbüchern mit einzelnen Märchen.

Donnerstag, 23. März 2017

Kinderbuch: "Der Froschkönig – was wirklich geschah: Hipp und Hopp retten Papa Grünsprung" von Gerlis Zillgens



Titel: Der Froschkönig – was wirklich geschah: Hipp und Hopp retten Papa Grünsprung
Autorin: Gerlis Zillgens
Illustratorin: Katja Jäger
Verlag: Südpol (28. Februar 2017)
ISBN: 978-3943086386
Seiten: 92
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 7 - 9 Jahre


Die Froschkinder Hipp und Hopp leben mit Papa Grünsprung glücklich und zufrieden an einem kleinen See. Aber eines Tages müssen sie mit ansehen, wie ihr Papa gegen seinen Willen von einem langbeinigen, bleichen Wesen mit Krone geküsst wird. Zum Entsetzen der Froschkinder weicht ihrem Papa die schöne grüne Farbe aus den Froschschenkeln und ihm wachsen grässlich lange Arme und Beine! Hipp und Hopp wollen ihren Papa zurückhaben. Einzig Froschprinzessin Irene kann ihn mit einem Kuss zurückverwandeln. Nur lebt Irene zehn große Wälder weiter. Wie soll man da mit kleinen Froschbeinen hinkommen? Fliegen? Ausgerechnet mit einem Storch?!
(Bild- und Textquelle: Südpol)





Meine Meinung:


Als ich das Cover von "Der Froschkönig – was wirklich geschah" sah, wusste ich, dass dieses Kinderbuch bei uns einziehen muss. Die beiden Frösche sprangen mich regelrecht an und als ich dann auch noch las, dass es eine 'Hintergrundgeschichte' zum Froschkönig sei, stand fest, dass dies unser nächstes Vorlesebuch sein würde.

Die Bücher vom Südpol Verlag eignen sich meiner Meinung nach sowieso perfekt zum Vorlesen. Die Geschichten sind sehr abwechslungsreich und unterhaltsam, zudem sind die Bücher durchgehend farbig illustriert, was die Kinder sehr anspricht.

Ihr denkt, ihr kennt das Märchen vom Froschkönig? Das ist aber nur die halbe Wahrheit ..... oder habt ihr euch schon einmal überlegt, was aus den Kindern des Frosches wird, wenn der sich in einen Prinzen verwandelt? In "Hipp und Hopp retten Papa Grünsprung" erfahrt ihr die ganze Wahrheit aus der anderen Perspektive. Die Froschkinder Hipp und Hipp spielen gerade mit ihrem Vater Verstecken, als dieser von einem Monster - äh einer Prinzessin - gefunden wird. Daraufhin tun die beiden alles, um ihren Vater zurückbekommen. Sie vertrauen sogar ihrem schlimmsten Feind.

Das Monster spitzt die Lippen und nähert sich dem Gesicht von Papa Grünsprung.
"Sind sie wahnsinnig geworden? Niemand ausser meinen Kindern hat das Recht, mich ungefragt zu küssen! Hören Sie sofort auf, mich küssen zu wollen!"
Das Monster hört nicht auf. Es drückt seine dicken Monsterlippen auf Papa Grünsprungs Gesicht. Hipp und Hoff halten vor Entsetzen die Luft an.     (Seite 23)

Die Geschichte von Gerlis Zillgens ist sehr unterhaltsam und fantasievoll. Nur schon, dass die Prinzessin aus der Sicht der Frösche ein Monster ist, finden die Kinder witzig.
Hipp und Hopp sind richtig tolle Charaktere, die man schnell ins Herz schliesst: Hopp, der tollpatschige kleine Bruder, der seinen Mund nicht immer halten kann und Hipp mit den Weltmeisterbeinen, die plötzlich Verantwortung übernehmen muss. Wie alle Geschwister sind auch diese zwei nicht immer gleicher Meinung, so dass sich meine beiden Kinder sehr gut mit ihnen identifizieren konnten.

Die Illustrationen von Katja Jäger setzen diesem Buch noch das Krönchen auf. Sie sind farbenfroh, liebevoll und sprechen die Kinder sofort an. Immer wieder kann man etwas Witziges entdecken, so dass ich das Buch nach dem Vorlesen gleich nochmals durchblättern musste.


Fazit:


"Der Froschkönig – was wirklich geschah: Hipp und Hopp retten Papa Grünsprung" von Gerlis Zillgens ist für mich das perfekte Vorlesebuch. Es knüpft an ein bekanntes Märchen an, ist sehr fantasie- und humorvoll geschrieben und durchgehend mit tollen, farbenfrohen Illustrationen angereichert.
So haben ganz bestimmt gross und kleinen ihren Spass an den Froschkindern Hipp und Hopp.
(Die (Monster-) Prinzessin wird hingegen in ein etwas anderes Licht gerückt.)






Favolina (7) hing mir beim Vorlesen an den Lippen. Sie konnte sich sehr gut mit den Froschkindern identifizieren und litt mit den beiden mit. Wenn ich eine Seite umblätterte, musste sie immer als erstes das neue Bild sehen und wenn ein Kapitel beendet war, wollte sie sofort wissen, wie das nächste heisst.




Junior (4) fand das Froschabenteuer auch sehr gut. Auch er fand die Bilder Klasse und vor allem fand er es witzig, dass die Prinzessin aus Sicht der Frösche ein Monster sein soll.





Montag, 31. Oktober 2016

"Lillesang. Das Geheimnis der dunklen Nixe" von Nina Blazon






Titel: Lillesang. Das Geheimnis der dunklen Nixe
Autorin: Nina Blazon
Genre: Kinderbuch, Urban Fantasy, Märchen
Verlag: cbt (1. September 2014)
ISBN: 978-3570162873
Seiten: 416
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren


Lesegrund:


Von Nina Blazon habe ich schon einige Bücher gelesen und enttäuscht wurde ich bisher von keinem. Richtig begeistern konnte sie mich im November mit "Der dunkle Kuss der Sterne". Ich finde es bewundernswert, wie breit gefächert die Autorin schreibt. High Fantasy, Urban Fantasy, historisch angehaucht .... und kein Buch gleicht dem anderen. So wollte ich natürlich auch herausfinden, was zwischen diesen wunderschön schillernden, glitzernden Buchdeckeln von "Lillesang" steckt. 



Kurzbeschreibung:


Als Jo und ihre Familie das alte Haus an der dänischen Küste erben, erzählt die kauzige Nachbarin Bente die Geschichte von dem Gongur, der an Land kommt und Menschen ins Meer zieht. Anders als ihre Mutter, die das Wasser meidet, lässt Jo sich von der Alten nicht ins Bockshorn jagen. In der Nacht jedoch wird sie tatsächlich von einer Stimme an den Strand gelockt. Bente kann das schlafwandelnde Mädchen in letzter Minute retten. Was hat es mit dem Nixen-Wesen auf sich? Und warum versteckt Jos Mutter alte Fotos, auf denen Gesichter herausgekratzt sind? Jo ahnt, dass ein uraltes Geheimnis auf ihrer Familie lastet. Sie ahnt nicht, dass Bente den Schlüssel dafür in der Hand hält ...
(Bild- und Textquelle: cbt)


Meine Meinung:

Einstieg ins Buch:
Du willst wohin?" Jos Mutter schrie nicht, aber ihre blauen Augen blitzten vor Empörung und auf ihrer Stirn braute sich das Gewitter zusammen, das gleich auf Jo niedergehen würde.

Mit "Lillesang" richtet sich Nina Blazon wieder einmal an ein etwas jüngeres Publikum, empfohlen wird das Buch ab 10 Jahren. Beim Lesen merkt man das auch, doch geschadet hat es meinem Lesegenuss überhaupt nicht, denn das Buch ist nicht nur optisch ein richtiges Highlight.
Wir begleiten die elfjährige Jo, die wahnsinnig gerne schwimmt und so gerne einmal ans Meer reisen würde. Doch genau damit gerät sie immer wieder mit ihrer Mutter aneinander, denn diese möchte sie am liebsten von allem, das nass ist, fernhalten. Als sie dann das Häuschen direkt an der dänischen Küste erbt, kommt sie nicht mehr drumherum und reist mit Mann und Tochter nach Ishøj, in der Nähe von Kopenhagen. Erst erwartet man eine typische Mädchen-Feriengeschichte, doch dann entdeckt Jo mit ihren neuen Freunden seltsame Dinge in Mettes Häuschen, eine sonderbare Frau taucht auf, Mama verhält sich komisch und in der Nacht geschehen geheimnisvolle und vor allem richtig gruselige Dinge.

"Das Meer ist ein Labyrinth magischer Spiegelungen. Es täuscht und verzerrt, du wirst alles darin sehen, was du erwartest."     (Seite 283)

"Lillesang" ist eine Märchenadaption und obwohl diese gerade recht in Mode sind, hebt sie sich von den anderen ab. Hier verarbeitet die Autorin "Die kleine Meerjungfrau" von Hans Christian Andersen und bietet dem Leser ein rasantes und gruseliges Abenteuer durch Kopenhagen und Umgebung. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wird die Spannung nämlich gekonnt angezogen und man hängt gebannt an den Seiten von "Lillesang".
Neben der kleine Meerjungfrau verwebt Nina Blazon auch noch die Sage der Gongur in ihre Geschichte und bringt so nicht nur junge Leser zum Gruseln. Und auch sonst wurde es mir als schon erwachsene Leserin nie langweilig, denn die Autorin erwischte mich mehr als einmal auf dem falschen Bein und weiss zu überraschen.

"Siehst du? Nichts ist nur böse oder nur gut. Und wie bei den Drachen und den Prinzessinnen weiss man nie, ob in der schlimmsten Kreatur nicht doch etwas Gutes steckt."     (Seite 404)

Gant toll finde ich, wie Nina Blazon das Meer überall mit einbindet. Durch die Handlung, steht die See schon im Mittelpunkt, doch sie schafft es, diese auch durch Redewendungen oder andere Begriffe in die Sprache, in die Geschichte mit einzubinden und zaubert so auch in diesem Kinderbuch eine ganz tolle Atmosphäre.
In "Lillesang" werden einem jedoch nicht nur "Die kleine Meerjungfrau", Hans Christian Anderson und die Gongur näher gebracht. Die Autorin zeigt auch auf, wie wichtig Freundschaft und die Familie ist - und das auf eine sehr schöne Art, denn man soll immer auf sein Herz hören.


Fazit:


Einmal mehr beweist Nina Blazon ihre anscheinend unerschöpfliche Fantasie und entwirft eine eindrückliche Story rund um das Märchen "Die kleine Meerjungfrau" und andere 'meerige' Sagen.
"Lillesang" ist ein rasantes und gruseliges Abenteuer quer durch Kopenhagen und Umgebung und weiss Gross und Klein zu fesseln.







die Autorin:


© Random House/Isabelle Grubert
Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten –, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgersschrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.
(Bild- und Textquelle: cbt)



Sonntag, 30. Oktober 2016

Bilderbuch: "Mein allererstes Bildermärchen. Dornröschen" von Barbara Korthues



Titel: Dornröschen
Reihe: Mein allererstes Bildermärchen
Illustratorin: Barbara Korthues
Verlag: FISCHER KJB (24. April 2014)
ISBN: 978-3596856459
Ausführung: Pappbilderbuch, 20 Seiten
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 24 Monaten


Inhalt:
Erzähl mir was! Bildergeschichten zum Selbsterzählen
Gemeinsam in einem schönen Märchenbuch zu blättern, die Bilder zu betrachten und immer wieder und wieder die vertrauten Geschichten zu lesen, ist eines der schönsten Rituale zwischen Eltern und ihren Kindern.
Dieses Pappbilderbuch macht diese schöne Gewohnheit noch lebendiger: Denn hier wird jeder selbst zum Märchenerzähler. Zum ersten Mal werden die beliebtesten Märchen der Brüder Grimm als Bildergeschichte erzählt. Kinderleicht und kunterbunt, zum Angucken, Nacherzählen und Immer-wieder-Neuentdecken.


(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage  



Meine Meinung:


Märchen sind schon etwas Schönes!
Sobald meine Kinder ins Erzählalter kamen, habe ich mich aufs Märchen erzählen gefreut. Doch mit den klassischen Märchenbücher ist das nicht ganz so einfach. Da gibt es pro Märchen ein bis zwei Bilder und die kleinen Kinder haben da zu wenig zu sehen für den vielen Text und werden unruhig.

Fischer KJB hat bisher vier Märchen als Bildermärchen für Kinder ab 2 Jahren aufgemacht. So wird die Geschichte comicartig dargestellt. Manchmal finden sich mehrere, manchmal ein grosses Bild auf einer Seite. Diese sind schön bunt und liebevoll gestaltet. So lässt sich Dornröschen als Bildergeschichte erzählen und die Kinder können einem gut folgen, viele Dinge auf den Illustrationen entdecken und in einem weiteren Schritt das Märchen dann selber erzählen. 
Für diejenigen, die sich nicht mehr ganz an den Verlauf der Geschichte erinnern, findet sich hinten im Buch noch der ganze Text zum Nachlesen.

Mir gefällt die Idee dieser allerersten Bildermärchen ausserordentlich gut und das freie Erzählen und betrachten der wunderschönen Bilder macht Gross und Klein Spass. Dornröschen wird bestimmt nicht das einzige Buch aus dieser originellen Reihe bleiben.



Fazit:


"Mein allererstes Bildermärchen. Dornröschen" ist eine geglückte Mischung aus Comic und Märchen. So kann Dornröschen frei erzählt und dabei die tollen, bunten Bilder betrachtet werden. 
Eine grosse Kaufempfehlung für kleine Märchenliebhaber.





Infos zur Reihe:


      

  • Der Froschkönig
  • Der gestiefelte Kater
  • Die Bremer Stadtmusikanten


Donnerstag, 27. Oktober 2016

Bilderbuch: "LeYo!: Mein grosser Märchenschatz" von Ingmar Wendland & Nina Dulleck


Titel: LeYo!: Mein grosser Märchenschatz
Reihe: LeYo!
Autor: Ingmar Wendland
Illustratorin: Nina Dulleck
Ausführung: Pappbilderbuch, 26,9 x 2,1 x 36 cm
Verlag: Carlsen (20. November 2014)
ISBN: 978-3551221810
Seiten: 16
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


Wer schon immer einmal wissen wollte, was im bösen Wolf vorging, als er die große Dummheit beging Rotkäppchens Großmutter zu verspeisen oder wie Rapunzel und ihr Prinz doch noch zueinander fanden, wird mit diesem Märchenschatz große Freude haben. Die acht beliebtesten Grimmschen Kindermärchen laden in zeitgemäßem Gewand und den Stimmen ihrer Helden und Schurken zum Zuhören und Mitmachen ein.
Mit wundervollen, großformatigen Bildtafeln, lustigen Dialogen, überraschenden multimedialen Zusatzszenen und vielen Spielen ist Familienspaß garantiert.
(Bild- und Textquelle: Carlsen)





Meine Meinung:


Eigentlich müsste ich hier meine Rezension aufteilen, denn ich halte zuerst einmal natürlich das Buch "Mein grosser Märchenschatz" in den Händen. Von diesem bin ich richtig angetan, denn die Illustrationen von Nina Dulleck sind einfach toll. Auf jeder Doppelseite hat sie ein Mädchen aufbereitet, so dass wir insgesamt acht Klassiker der Gebrüder Grimm geboten bekommen:

  1. Rotkäppchen
  2. Rapunzel
  3. Schneewittchen
  4. Das tapfere Schneiderlein
  5. Rumpelstilzchen
  6. Aschenputtel
  7. Die Bremer Stadtmusikanten
  8. Hänsel und Gretel
Einmal muss man das Buch quer, dann wieder im Hochformat in die Hände nehmen und das Märchen wird dann wie eine fortlaufende Bildergeschichte in einer Zeichnung erzählt. Darunter ist der Text abgebildet, so dass man das Märchen auch gut vorlesen kann. Wenn das Kind die Geschichte schon kennt, kann diese so auch gut vom Kind alleine erzählt werden. Und gemeinsam lassen sich auf den Bildern viele Dinge entdecken. Also von den Illustrationen her ist dieses Buch für mich wirklich ein Schatz.

"Mein grosser Märchenschatz" gehört aber zur LeYo! Reihe vom Carlsen Verlag. Vielen kennen bestimmt schon den tiptoi- oder TING-Stift. Auch LeYo! ist interaktiv, doch dafür braucht man lediglich ein Handy oder ein Tablet. Man muss nur die kostenlose LeYo! App runterladen und dann kann es losgehen. Es gibt drei Möglichkeiten:
  • Durchblick (eigentlich eine digitale Klappenform, denn sie zeigt Unsichtbares)
  • Hören (Das Märchen wird einem erzählt, inklusive Geräusche und zum Teil Musik)
  • Spielen (Hiermit kann die Geschichte erlebt werden)

Die Durchblick-Funktion sieht richtig toll aus, da die Elemente wie rauskommen. Einige sind auch wirklich witzig, doch die meisten haben dann nicht mehr viel mit dem Märchen zu tun.
Das Hören wäre für mich die wichtigste Option, denn meine Kinder lieben beide Hörspiele. Doch ich muss zugeben, dass ich die Handhabung recht schwierig finde. Meine Tochter ist 5 Jahre alt und entspricht also genau dem Zielpublikum. Aber um das Märchen richtig zu hören, muss sie genau den Weg auf dem Bild kennen und das Handy schön ruhig halten können. Ein Schlänker zu weit nach rechts oder links und der Text beginnt von neuem oder sie hat einen Teil übersprungen. Bisher musste ich immer das Handy halten und dann kann ich die Geschichte ja auch gleich selber erzählen. Kinder in dem Alter wollen aber viel lieber alleine mit dem Handy umgehen und alles selber machen ....
Die Spielen-Funktion hat sich mir bisher leider noch nicht erschlossen. Zwar bewegen sich da einige Dinge, doch ich weiss nicht genau, was das mir spielen zu tun hat. 
Ich werde mir aber bestimmt noch das eine oder andere LeYo! Buch anschauen, damit ich die App noch genauer unter die Lupe nehmen kann.



Fazit:


Mit wunderbaren Illustrationen führt uns Nina Dulleck in "Mein grosser Märchenschatz" durch acht Märchen der Gebrüder Grimm.
Das gross Pappbuch gehört zur ineraktiven LeYo! Reihe vom Carlsen Verlag. Toll, dass man dafür einfach eine kostenlose App herunterladen kann. Die App selber konnte mich aber noch nicht ganz überzeugen. Ich werde sie jedoch noch am einen oder anderen Buch ausprobieren.