Donnerstag, 27. August 2020

"Ich bin hier bloss die Mutter" von Amelie Fried




Titel: Ich bin hier bloss die Mutter
Autorin: Amelie Fried
Illustratorin: Hildegard Müller
Verlag: Carl Hanser Verlag (19. August 2019)
Seiten: 128
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 8 Jahren



Gibt es die perfekte Mutter? Mit drei Kindern und einem Job als Illustratorin hechelt Clara atemlos durch ihren Alltag. Was sie alles schaffen soll! Einen Kita-Platz für Willi finden, Kuchen für Tims Schulfest backen, Hausaufgaben beaufsichtigen, Turnbeutel suchen und verhindern, dass Paula in ihrem Smartphone verschwindet. Als wäre das nicht genug, wollen die Kinder auch noch unbedingt ein Haustier. Und Ehemann Daniel hat leider nie Zeit, wenn sie ihn bräuchte. Als der lang ersehnte Auftrag für die Illustration eines Kinderbuches kommt, merkt Clara, dass sich was ändern muss. Mit liebevollem Witz erzählt Amelie Fried von einer ganz normalen Familie und einer Mutter, die lernt, dass sie nicht perfekt sein muss.
(Bild- und Textquelle: Hanser Verlag)




Meine Meinung:



Mit "Ich bin hier bloss die Mutter" richtet sich Amelie Fried an alle, die sich für das Thema Familie interessieren. Das Buch ist so angelegt, dass sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene Spass daran haben können. Wenn ich aber ehrlich bin, werden sich vor allem Mütter (und natürlich auch Väter) darin wiedererkennen und so das perfekte Zielpublikum sein. Also ich habe beim Lesen immer wieder genickt und "genau so ..." gemurmelt.

Amelie Fried erzählt die Geschichte von Carla, der Mutter von 3 Kindern und Frau von Daniel. Im Alltag mit ihren Kindern ist sie stark gefordert, denn sie muss nicht nur einen geeigneten Kita-Platz für den Jüngsten suchen, es müssen noch ein Kuchen fürs Schulfest gebacken, Material gesucht und Hausaufgaben beaufsichtigt werden. Leider hat ihr Ehemann nie Zeit, wenn sie ihn wirklich bräuchte.
In diesem alltäglichen Trubel bekommt sie auch noch ihren Traumauftrag: Sie soll ein Kinderbuch illustrieren. 

"Ich bin hier bloss die Mutter" ist also die Geschichte von den meisten Müttern. Sie zeigt auf, wie schwierig es oft ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, allen gerecht werden zu wollen und dabei sich selber nicht zu vergessen. Wie es Carlas Mann immer wieder gelingt, sich aus der Affäre zu ziehen und wie die Kinder sie manchmal beinahe in den Wahnsinn treiben. Trotz allem könnte sie sich ein Leben ohne ihre Kinder natürlich nicht vorstellen. Wer kennt das nicht ...
Die Geschichte macht deutliche, dass eine Familie nur funktioniert, wenn alle ihren Teil dazu beitragen.

Klar sind einige Szenen etwas überspitzt dargestellt, aber das macht gar nichts. Amelie Fried hat einen wunderbaren Humor und jede Mutter wird bei dieser Lektüre immer wieder nicken, weil sie die eine oder andere Episode genau so oder so ähnlich auch schon erlebt hat. Und wohl genau aus diesem Grund bringt dieses Buch richtig viel Lesespass und versüsst den stressigen Alltag zwischen Wäscheberg und Streit schlichten.

Da das Buch schon ab 8 Jahren empfohlen wird, ist es in kurzen, einfachen Sätzen geschrieben. Knapp und spritzig bringt die Autorin die Kapitel auf den Punkt. Die Illustrationen von Hildegard Müller runden dieses Büchlein perfekt ab, so dass es sich auch super als Geschenk eignet ... für die eigene Mutter oder jede andere Mutter.





Fazit:


Amelie Fried bringt in "Ich bin hier bloss die Mutter" den Alltag einer Mutter humorvoll auf den Punkt. In einfacher aber pointierter Sprache zeigt sie den Versuch, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, auf. Jeder kann dieses Buch lesen und Spass an der Geschichte haben, doch vor allem Mütter werden sich darin wiedererkennen. Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert und weiss schon, wem ich dieses Buch schenken werde.






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