Sonntag, 19. Juli 2020

"Letzte Runde Geisterstunde" von Nadia Budde


 

Titel: Letzte Runde Geisterstunde
Autorin: Nadia Budde
Verlag: Verlag Antje Kunstmann GmbH (11. Februar 2020)
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 2 Jahren


Jede Menge knallbunter und ziemlich sympathischer Geister treiben in Nadia Buddes neuem Bilderbuch ihr Unwesen: ein Buch zum Gruseln und Gucken, Lauschen und Lachen!
Von Seite zu Seite wird es einer mehr, und am Ende tummeln sich jede Menge Geister in Nadia Buddes neuem, unheimlich schönen Bilderbuch: fette Erdgeister und laute Poltergeister, karierte Haus­geister und gescheckte Baumgeister, fiese Flaschengeister und unternehmungslustige Lebensgeister. Auch Plagegeister und gute Geister sowieso. Manche fahren mit dem Geisterwagen, andere schuften in der Geisterbahn. Manche jammern über morsche Knochen, andere vergnügen sich beim Geistergulaschkochen.
Woher sie eigentlich kommen, darüber kann man nur spekulieren. Aber wer die Geister vertreiben kann, das ist klar: die mutigen kleinen Geistermeister! Falls sie das überhaupt wollen – denn so gruselig, wie die Geisterschar auf den ersten Blick erscheint, ist sie am Ende gar nicht.

(Bild- und Textquelle: Hanser Verlag)




Meine Meinung:



Nadia Buddes Illustrationsstil ist sehr besonders. So erkennt man ihre Bücher sofort, denn sie heben sich von den andern Kinderbüchern ab. Doch nicht nur äusserlich drückt sie ihren Werken ihren ganz persönlichen Stempel auf, auch textlich geht sie ihren eigenen Weg. Und so ist auch ihr neustes Bilderbuch "Letzte Runde Geisterstunde" in oft skurrilen Reimen verfasst und macht einfach Spass. Hier konnte zudem die Thematik der Geister meine Kinder sofort begeistern.

Geister gehen nicht zu Fuss
viele fahren Geisterbus
manche steuern Geisterwagen
dieser Geist lässt sich gern tragen
In diesem knallbunten Bilderbuch erfahren wir allerlei Fantastisches über Geister: wie sie sich fortbewegen, was sie so machen, woher sie kommen könnten, dass einige in der Geisterbahn schuften, sie aber fast nie Urlaub machen. Wusstet ihr, dass es nicht nur Poltergeister oder Flaschengeister gibt? Hier lernen wir Plüschgeister, Zwiebelgeister, Schnorchelgeister oder Brombeergeister kennen. Durch die Auflistung aller möglichen Arten von Geistern werden die Kinder dazu animiert, eigene Geister zu erfinden und / oder diese zu zeichnen. Wie sieht wohl ein Sauergeist aus?

Am Ende lernen wir auch noch die Geistermeister kennen. Die drei verkleideten Kinder unterscheiden zwischen guten und bösen Geistern und wissen, dass sich Geister vertreiben lassen. Die Frage ist nur, ob sie sie doch bleiben lassen sollen. Spass kann man mit ihnen nämlich bestimmt haben.

Neben den witzigen Reimen und farbenfrohen Illustrationen können Kinder auch noch zählen üben. Auf jeder Seite findet sich nämlich ein Geist mehr, bis es schlussendlich zwanzig Stück sind. Das hat mir sehr gut gefallen, denn in Bilderbüchern wird meistens 'nur' bis zehn gezählt.




Fazit:


"Letzte Runde Geisterstunde" begeistert mit knalligen Bildern und witzigen Reimen. Kinder können nebenbei nicht nur bis zwanzig zählen üben, sie werden auch dazu animiert, eigene Gespenster zu erfinden und / oder diese zu zeichnen. Witzig und zum Teil ein bisschen gruselig, was ja die meisten Kinder mögen. Und im Notfall gibt es noch die Geistermeister ....






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