Freitag, 12. Mai 2017

Bilderbuch: "Tokkis Reise" von Till Penzek und Julia Neuhaus





Titel: Tokkis Reise
Autor: Till Penzek
Illustratorin: Julia Neuhaus
Verlag: Tulipan Verlag (20. Januar 2017)
ISBN: 978-3864293184
Seiten: 36
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


Der kleine Ausserirdische Tokki ist mit seinem Raumschiff zu den Mondkühen unterwegs, um Milch zu holen. Doch plötzlich hat er eine Panne und muss auf dem fremden Planeten Erde notlanden. Tokki macht sich auf den Weg, um ein fehlendes Teil für die Reparatur zu besorgen. Zum Glück hat er einen Korb Andromeda-Äpfel dabei.
(Bild- und Textquelle: Tulipan Verlag)





Meine Meinung:


Nur schon das Cover von "Tokkis Reise" ist ein Eyecatcher. Es gibt nicht viele Bilderbücher mit Ausserirdischen und UFOs und genau diese Thematik interessiert und fasziniert viele Kinder. 

Tokki ist ein kleiner Ausserirdischer, der auf einem fernen Planeten lebt. Am liebsten düst er in seinem Raumschiff herum oder spielt Space-Ball. Doch dann bekommt er von seiner Mutter den Auftrag, eine Kanne Milch von den Mondkühen zu holen. Unterwegs hält er an, um noch Andomeda-Äpfel zu pflücken. Als er weiterfliegt fängt sein Motor plötzlich Feuer und er muss auf einem fremden Planeten, der Erde, notlanden. Entsetzt muss er feststellen, dass sein Schwups-Kompensator kaputt ist. Sein Bordcomputer führt ihn zu einem Erfinder, der ihm weiterhelfen können soll. Als dieser die Andromeda-Äpfel entdeckt, ist er bereit, Tokki seinen Schwups-Kompensator gegen einen Andromeda-Apfelkuchen zu tauschen.
Tokki hat noch nie einen Kuchen gebacken und geht lieber zu einer Bäckerei.
"Kannst du mir bitte einen Kuchen aus diesen Andromeda-Äpfeln machen?", fragt er den Bäcker.
"Das würde ich gerne tun", antwortet dieser. "Nur leider habe ich keine Milch mehr."

Doch Tokki hat noch nie einen Kuchen gebacken und geht dafür lieber zu einer Bäckerei. Aber dem Bäcker fehlt die Milch zum Backen, der Kuh das Gras zum Milchgeben, dem Rasenmäher Öl, ....
So entsteht eine ganze Tauschkette und Tokki lernt einige Erdbewohner kennen, denen er etwas besorgen muss, um das Gewünschte zu erhalten. Er lernt also, dass man selten etwas geschenkt bekommt, aber mit etwas Einsatz sein Ziel erreichen kann. Wenn man sich gegenseitig hilft, kann man miteinander reüssieren.
Und so ist es auch in "Tokkis Reise": Am Ende sind alle glücklich und zufrieden. Tokki kann sein Raumschiff reparieren und somit zurück zu seiner Mutter fliegen, der er ganz exotische, weisse Milch mitbringt.

Mir ist "Tokkis Reisen" wegen den Illustrationen sofort ins Auge gestochen. Ich liebe die Technik und vor allem die spezielle Farbpalette von Julia Neuhaus. Die Kinder sind dafür vom süssen grünen Tokki mit seinem Rüssel und der Antenne begeistert. Zudem müssen sie auf jeder Seite immer gleich seinen Begleiter suchen. Der kleine ausserirdische Hund macht nämlich meistens etwas Lustiges.

Aber auch die Geschichte macht richtig Spass. Durch die vielen Personen kann man beim Erzählen schön die Stimme verstellen.
Obwohl Till Penzek für die Kinder bisher unbekannte Begriffe wie Space-Ball, Schwupps-Kompensator oder Andromeda-Äpfel verwendet, ist die Sprache sehr gut verständlich und ich war erstaunt, wie schnell diese besonderen Begriffe im Kopf geblieben sind - vielleicht gerade weil sie etwas Spezielles sind.


Fazit:


"Tokkis Reise" steht bei uns hoch im Kurs.
Mit einer spannenden Tauschgeschichte und wunderschönen Illustrationen zeigt uns der kleine Ausserirdische, wie wichtig es ist, einander zu helfen, so dass schlussendlich alle ihr Ziel erreichen.






Favolina (7) ist ganz begeistert von den schönen Bildern in "Tokkis Reise". Sie mag die Farben und die vielen kleinen Details und muss immer zuerst den kleinen ausserirdischen Hund suchen.




Junior (4) möchte "Tokkis Reise" immer wieder erzählt bekommen. Und wenn wir am Ende wieder auf dem fernen Planeten angekommen sind, erklärt er den ganzen Tauschhandel noch einmal auf dem Vorsatzpapier.
Zudem findet er den Gedanken, dass Milch von den Mondkühen grün ist, sehr witzig.







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