Dienstag, 20. Juni 2017

Sachbilderbuch: "Ich kann schon bis 100 zählen" von Felicity Brooks




Titel: Ich kann schon bis 100 zählen
Autorin: Felicity Brooks
Illustratorin: Sophia Touliatou
Verlag: Usborne Publishing (10. Februar 2017)
ISBN: 978-1782325574
Seiten: 24
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


Von einem Vollmond bis zu 100 funkelnden Sternen. Mit diesem liebevoll und farbenfroh illustrierten Buch macht das Zählen bis 100 richtig Spaß.


(Bild- und Textquelle: Usborne Verlag)




Meine Meinung:

1 Vollmond
Zähle einen Vollmond am Sternenhimmel.
Wenn du bis 100 zählst, fängst du immer bei eins an.

Zählen ist bei uns momentan gross angesagt. Mein Fünfjähriger liebt Zahlen und zählt oft irgendwelche Sachen. Zudem fragt er mich jeden Tag, ob ich bis 1 Million zählen könne. Das ist nämlich seine Lieblingszahl. Bis er dahin kommt, muss er allerdings noch ein bisschen üben.
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 90 ... Bei Hundert ist er mit seiner Abkürzung immer schnell angelangt. Gut, dass ich letzthin das Buch "Ich kann schon bis 100 zählen" entdeckt habe.

Sonntag, 18. Juni 2017

Sachbuch: "Wieso? Weshalb? Warum? Alles über Schiffe" von Susanne Gernhäuser




Titel: Alles über Schiffe
Reihe: Wieso? Weshalb? Warum? Band 56
Autorin: Susanne Gernhäuser
Illustrator: Peter Nieländer
Verlag: Ravensburger Buchverlag (1. Januar 2012)
ISBN: 978-3473328635
Seiten: 16
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


In diesem Buch erfahren Badewannenkapitäne und Technikfans alles rund um die Schifffahrt auf Meeren und Flüssen. Wie werden Schiffe gebaut? Wer gehört zur Besatzung? Und wer hilft bei Seenot? Mit Ausklappseite und Anleitung zum Knotenknüpfen.
(Bild- und Textquelle: Ravensburger Buchverlag)






Meine Meinung:


"Wieso? Weshalb? Warum?" ist wohl den meisten ein Begriff. Bei uns stand lange die Junior-Reihe hoch im Kurs. Auch jetzt werden die Bücher gerne aus dem Regal geholt und angeschaut, doch nach und nach ziehen nun die grösseren Bücher für Kinder ab 4 Jahren ein. "Alles über Schiffe" hat sich Junior gewünscht, denn wir sehen von unserer Wohnung direkt auf den Rhein und können so die unterschiedlichsten Boote beobachten. Und wenn das Kursschiff hupt, springen die Kinder immer ans Fenster. Also ist dieser "Wieso? Weshalb? Warum?" Band genau die richtige Lektüre für die beiden.

Montag, 12. Juni 2017

Bilderbuch: "Der rote Ballon" von Liniers




Titel: Der rote Ballon
Autor & Illustrator: Liniers
Übersetzerin: Ulrike Becker
Verlag: Verlag Antje Kunstmann GmbH(14. September 2016)
ISBN: 978-3956141393
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 3 Jahren


Samstag ist einfach der beste Tag, findet Matilda. Kein Kindergarten, keine Schule, die Eltern schlafen länger, und was könnte man nicht alles machen: sich aufs leckerste Frühstück der Woche freuen, dann Blumen pflücken oder ein Picknick machen. Wenn nur der Regen nicht wäre! Matilda mag ihn ja, aber ihre kleine Schwester Clemmie findet ihn einfach zu NASS! Matilda muss ihr erst mal zeigen, dass Regen SPASS macht: Man kann riechen, wie toll er duftet, in Pfützen springen, sich Tropfen auf die Zunge fallen lassen und Regenwürmer suchen. Und wenn man Glück hat – und die beiden haben Glück – kommt sogar ein schöner bunter Regenbogen!
Doch da macht Matilda einen großen Fehler und Clemmie ist untröstlich. Bis Matilda eine gute Idee hat, der Samstag gerettet ist – und sich alle auf Sonntag freuen können. Denn Sonntag, das ist einfach der allerbeste Tag ...
(Bild- und Textquelle: Antje Kunstmann)




Meine Meinung:


Wenn man "Der rote Ballon" aufschlägt, erkennt man sofort, dass man es mit einem ganz speziellen Bilderbuch zu tun hat. Der argentinische Cartoonist Liniers erzählt einfühlsam die Geschichte zweier Schwestern und zwar in Comic-Form.

Matilda liebt den Samstag, denn da kann man tausend Sachen machen. Picknicken, Blumen pflücken, .... und so weckt sie voller Vorfreude ihre kleine Schwester. Nach dem Frühstück realisieren sie jedoch, dass es regnet. Matilda findet das überhaupt nicht schlimm, denn schliesslich macht Regen Spass. Man muss nur das Richtige anziehen. Sie ist voller Tatendrang, Clemmie ist jedoch sehr skeptisch und findet den Regen nur nass. So versucht ihr ihre grosse Schwester den Regen schmackhaft zu machen, denn da kann man so viel machen: Regentropfen mit der Zunge auffangen, in die Pfützen springen oder Regenwürmer suchen.

Sonntag, 11. Juni 2017

Kinderbuch: "Frieda Kratzbürste und ich" von Rüdiger Bertram




Titel: Frieda Kratzbürste und ich
Reihe: Frieda Kratzbürste und ich, Band 1
Autor: Rüdiger Bertram
Illustrator: Heribert Schumeyer
Verlag: Oetinger (20. März 2017)
ISBN: 978-3789104343
Seiten: 96
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 6 Jahren


Frieda Kratzbürste, die traut sich was! Anna ist sieben und manchmal ein bisschen schüchtern. Als sie von Marie zum Kindergeburtstag eingeladen wird, weiß sie nicht recht, ob sie sich freuen soll. Frieda, Annas Stoffpuppe, ist sich hingegen absolut sicher: Geburtstage sind super! Denn Frieda hat vor gar nichts Angst, sie ist selbstbewusst, aufmüpfig und vorlaut. Da ist es manchmal ganz gut, dass nur Anna hören kann, was Frieda den lieben langen Tag so von sich gibt.
(Bild- und Textquelle: Oetinger)




Meine Meinung:

Frieda ist meine allerbeste Freundin. Papa und Mama haben sie mir zur Geburt geschenkt. Das ist jetzt fast genau sieben Jahre her.

"Frieda Kratzbürste und ich" ist das Gemeinschaftswerk von Rüdiger Bertram und Heribert Schulmeyer. Der Autor hat schon mit mehreren Kinderbuchreihen bewiesen, dass er weiss, was beim Zielpublikum ankommt. Eines bringen seine Bücher immer mit sich: eine gute Portion Humor. Dieser erste Band ist jedoch in erster Linie ein Mut-mach-Buch.

Freitag, 9. Juni 2017

Kinderbuch: "Käferkumpel" von M.G. Leonard




Titel: Käferkumpel
Reihe: Die Käfer-Saga, Band 1
Autorin: M.G. Leonard
Übersetzerin: Britt Somann-Jung
Verlag: Chicken House (28. April 2017)
ISBN: 978-3551520975
Seiten: 336
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 10 Jahren


Eigentlich will Darkus Cuttle nur herausfinden, wieso sein Vater auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Doch plötzlich steckt er mitten in einem wahnwitzigen Abenteuer: Er wird von seinen (überaus seltsamen) Nachbarn eingesperrt und von einer Horde Käfer befreit – angeführt von Baxter, dem riesigen Nashornkäfer. Er entdeckt, dass er seine neuen krabbelnden Freunde unbedingt vor Lucretia Cutter beschützen muss. Und dass die gemeine und exzentrische Modedesignerin vor vielen Jahren mit seinem Vater an einem geheimen Projekt gearbeitet hat. Aber wie das alles zusammenhängt, kann Darkus nur mit Baxters Hilfe enträtseln.
(Bild- und Textquelle: Chicken House)




Meine Meinung:

Einstieg ins Buch:
Dr. Bartholomew Cuttle war keiner von den Männern, die auf rätselhafte Weise verschwanden. [...] Er war einer von den Vätern, die vielleicht fünf Minuten zu spät kamen. Und vor allem, das wusste Darkus genau, war sein Dad keiner von den Vätern, die ihren dreizehnjährigen Sohn einfach im Stich lassen würden.

Der britischen Verleger Barry Cunningham, der Entdecker von J.K. Rowling und Harry Potter, ist sich sicher, dass die Käfer-Saga von M.G. Leonard ein Klassiker wird. 
"Käferkumpel" ist ein fantasievolles und originelles Abenteuer mit viel Humor. So birgt dieser erste Band nicht nur wahnsinnig viel Lesespass sondern bringt auch alle Attribute für ein ideales Vorlesebuch mit sich - und zwar nicht nur zuhause sondern auch in der Schule.

Bilderbuch: "Der Regenbogenfisch lernt verlieren" von Marcus Pfister




Titel: Der Regenbogenfisch lernt verlieren
Autor & Illustrator: Marcus Pfister
Verlag: NordSüd Verlag (10. Februar 2017)
ISBN: 978-3314103810
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahr



Auch im neuesten Abenteuer des Regenbogenfischs geht es Marcus Pfister darum, Werte zum friedlichen Miteinander zu vermitteln. Jeder kann mal verlieren. Aber ein guter Verlierer zu sein, ist gar nicht so einfach. Der Regenbogenfisch verliert beim Versteckspiel. Da bricht er das Spiel ab und lässt die anderen Spieler ratlos zurück. Zum Glück steht ihm seine Freundin Rotflosse zur Seite.
(Bild- und Textquelle: NordSüd Verlag)





Meine Meinung:


"Der Regenbogenfisch" von Marcus Pfister kennt wohl beinahe jeder, denn das Bilderbuch ist inzwischen schone ein Klassiker und feiert dieses Jahr sein 25 Jahre Jubiläum. Aus diesem Grund ist auch ein neuer Band erschienen: "Der Regenbogenfisch lernt verlieren".

Der Titel hat mich mit seiner Thematik sofort angesprochen, denn ich musste feststellen, dass Kinder, sobald sie in den Kindergarten kommen, plötzlich nicht mehr verlieren können - zumindest bei meinen ist das so. Da wird plötzlich geschummelt, geweint, getobt oder eingeschnappt ins Zimmer gerannt. Aus diesem Grund habe ich mir erhofft, dieses leidige Thema mit dem Regenbogenfisch thematisieren zu können.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Kinderbuch: "Die Dinorinos können alles" von Katharina Wieker




Titel: Die Dinorinos können alles
Reihe: Die Dinorinos, Band 1
Autorin: Katharina Wieker
Illustrator: Steffen Winkler
Verlag: Loewe (16. Januar 2017)
ISBN: 978-3785584248
Seiten: 80
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 6 Jahren


Juri hat ein Geheimnis, genau genommen sogar drei: Happi, Igur und Permilla. Diese waschechten Mini-Dinos können alles. Happi kann richtig viel futtern, Igur kann besonders neugierig sein und Permilla kann sich toll verkleiden. Am liebsten stellen sie Juris Zimmer auf den Kopf. Doch eins ist klar, die Dinorinos sind Juris allerbeste Freunde. Als sie eines Tages verschwinden, gibt er alles, um die drei wiederzufinden.
(Bild- und Textquelle: Loewe Verlag)






Meine Meinung:

"Happi, du hast alle meine Kaugummis gefressen!" Juri zeigt vorwurfsvoll auf die vielen Papierchen, die rings um Happis Bett liegen.

Dinosaurier sind längst ausgestorben? Dinosaurier sind riesengross? Falsch gedacht!
Die Dinorinos, das sind Igur, Permilla und Happi, sind zwar ziemlich klein, aber total lebendig. Das ist jedoch ein Geheimnis, von dem nur Juri und sein Opa wissen. Für alle anderen sehen sie nämlich aus wie Spielzeugdinos.

"Die Dinorinos können alles" ist der Auftakt zu einer neuen Kinderbuchreihe ab 6 Jahren. So eignet sich das Buch zum Vorlesen, aber auch zum Selberlesen. 
Die Thematik der kleinen Spielzeugdinosaurier, die lebendig sind, spricht die Kinder sofort an und sie schliessen die drei Mini-Dinos sofort ins Herz. 

Auf dem Vorsatzblatt werden Igur, Permilla und Happi ganz kurz vorgestellt, was sehr praktisch ist. So kann man schnell nochmals nachschauen, wer nun wer ist. Nachdem auf einer ersten Doppelseite die Sache mit den Dinorinos, Juri und seinem Opa erklärt wird, geht es mit der eigentlichen Geschichte los. Diese ist kindgerecht und sehr unterhaltsam. In diesem ersten Band wollen die drei mit Juri in die Schule. Zwar versprechen sie ihm, schön in der Schultasche zu bleiben und tonlos mit der Quietschkiste, dem alten Gameboy von Juris Mama, zu spielen, doch sie bringen ein ganz schönes Chaos in den Schulalltag.

"Die Dinorinos können alles" bringt einige Attribute eines Erstlesebuches mit sich. So hat es eine gut leserliche, schön gross gedruckte Schrift und jede Doppelseite ist mit farbenfrohen Illustrationen ergänzt. Es ist jedoch schon eine umfangreichere Geschichte, so dass auf den Seiten mehr Text und das ganze Buch ganze 80 Seiten umfasst. So eignet sich die Reihe sicher für geübte Erstleser.

Die Illustrationen von Steffen Winkler müssen auch positiv hervorgehoben werden. Nur schon das Cover ist so farbenfroh und süss, dass es sofort ins Auge sticht. Die Dinorinos schauen einen direkt an und scheinen "Lies unsere Geschicht!" zu sagen.

"He!", ruft Happi. "Man darf nich' klauen! Das is' mein Nachtiss!"     (Seite 14)

Für mich als Mutter und Lehrerin gibt es nur einen kleinen Wermutstropfen. Happi hat einen kleinen Sprachfehler und verschluckt einzelne Buchstaben am Ende eines Wortes. Er kann das 'sch' nicht aussprechen und sagt da nur 's'. Das kennt man von kleinen Kindern, denn das 'sch' wird ja ganz am Schluss gelernt. Zum Vorlesen kann man das auch ganz lustig betonen, doch da die Geschichte vor allem auch zum Selberlesen gedacht ist, finde ich das nicht ganz glücklich. Da stehen dann falsche Wörter im Buch und ein 't' am Ende wird durch ein Apostroph ersetzt. Nicht ganz einfach für Erst- und Zweitklässler.

Meine beiden Kinder sind aber total begeistert von den Dinorinos und wollen sie unbedingt auch auf ihren nächsten Abenteuern begleiten.

Fazit:


"Die Dinorinos können alles" ist ein toller Einstieg in die brontosauröse Reihe von Katharina Wieker. Mit den lebendig gewordenen Spielzeugdinosauriern und den farbenfrohen Illustrationen erobern die Dinorinos die Kinderherzen bestimmt im Sturm.






Favolina (7) findet die Dinorinos sehr lustig. Sie hat schon nach Band 2 & 3 gefragt.




Junior (5) hat mit Begeisterung der Geschichte rund um die drei Dinorinos gelauscht. Er hat sogar jedes Mal gefragt, ob ich nicht noch ein Kapitel vorlesen würde.





Infos zur Reihe:


         

  1. Die Dinorinos können alles
  2. Die Dinorinos wollen Kekse
  3. Die Dinorinos finden Freunde     (Erscheinungstermin 24. Juli 2017
  4. Die Dinorinos fahren ans Meer     (Erscheinungstermin 24. Juli 2017)




Mittwoch, 7. Juni 2017

Bilderbuch: "Mein erstes Buch von den Zahlen" von Natalie Choux




Titel: Mein erstes Buch von den Zahlen
Illustratorin: Natalie Choux
Verlag: Ars Edition (20. März 2017)
ISBN: 978-3845818504
Seiten: 12
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 1 Jahr


Erster Zählspaß für die Kleinsten! 
Eine Schnecke, zwei Schmetterlinge, drei Küken . . . Hier gibt es allererste Zahlen zu entdecken. Die besonders stabile Verarbeitung der Schiebeeffekte garantiert einen lang anhaltenden Spaß beim Immer-wieder-Ausprobieren und Ansehen des Buches.
(Bild- und Textquelle: Ars Edition)





Meine Meinung:


Gute Bücher für die Allerkleinsten sind nicht immer einfach zu finden. Der Verlag Ars Edition hat die "Meine erstes Buch von ...."-Reihe, mit der er Kindern ab 18 Monaten Grundwissen vermitteln möchte. Die Themen sind sehr breit gefächert und reichen vom Bauernhof bis hin zum Hof. Der neuste Band befasst sich nun mit den Zahlen. 
Schon auf dem Cover wird mit den Zahlen jongliert, so dass dies ein guter Einstieg in die Welt der Mathematik ist.

Jede Doppelseite widmet sich einer Zahl. Diese wird dem Kind auf drei verschiedene Arten näher gebracht. Einmal ist gross die Zahl geschrieben und darunter finden sich die entsprechende Anzahl Äpfel. Auf der rechten Seite gibt es dann noch Tiere zu entdecken. Und hier kann das Kind aktiv werden. So kann man das Schneckenhaus in Bewegung bringen, entdecken, wie viele Schmetterlinge sich hinter dem Buch verstecken oder den Küken dabei behilflich sein, aus ihren Eiern zu schlüpfen. So wird der Zahlenraum von 1 bis 4 erkundet. Auf der letzten Doppelseite können dann nochmals alle Tiere von den vorangegangenen Seiten gezählt werden. Und hier finden sich dann auch noch 5 Fische. 

Ich hätte es schön gefunden, wenn die Fünf auch noch eine eigene Seite bekommen hätte, dann könnte man mit dem Kind die Zahlen an einer Hand anschauen.

Da "Mein erstes Buch von den Zahlen" ja schon ab 1.5 Jahren empfohlen wird, finde ich es sehr gut, dass die Illustrationen sehr schlicht gehalten sind. Die Seiten sind aus sehr dickem Karton und auch die Schieber machen einen sehr robusten Eindruck, so dass das Buch auch in Kinderhänden bestimmt lange überlebt.




Fazit:


"Mein erstes Buch von den Zahlen" ist für kleine Kinder ein idealer Einstieg in die Buch- und Zahlenwelt. Die Zahlen 1 bis 4 werden auf unterschiedliche Arten visualisiert und mit den verschiedenen Schiebern können sich die Kinderhände beschäftigen. Zudem ist das Buch sehr hochwertig und robust hergestellt.





Donnerstag, 1. Juni 2017

Sachbuch: "Das grosse Buch der wilden Tiere" von Yuval Zommer



Titel: Das grosse Buch der wilden Tiere
Autor und Illustrator: Yuval Zommer
Übersetzerin: Cornelia Panzasschi
Verlag: FISCHER Sauerländer (27. April 2017)
ISBN: 978-3737355049
Seiten: 64
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


Das ganz und gar besondere Sachbilderbuch im Großformat klärt auf über die großen und kleinen Wildtiere der Welt: Auf jeder Doppelseite präsentiert sich ein Tier, humorvoll und modern gezeichnet, von seiner besten Seite. Gleich mehrere Fragen zur Tierart werden kurz und verständlich beantwortet. Das macht das Lesen und Betrachten zu einem Aha-Erlebnis für Eltern und Kinder: Ist der Fuchs wirklich so schlau? Na klar, im Winter benutzt er zum Beispiel seinen buschigen Schwanz als kuschlige Zudecke. Sind Wölfe so böse wie der aus den Märchen? Aber nein, Wölfe sind liebevolle Eltern! Und tragen Gürteltiere eine Ritterrüstung? Na ja, so ähnlich kann man ihren Panzer schon verstehen.
(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)





Meine Meinung:


"Das grosse Buch der wilden Tiere" heisst nicht nur gross, sondern überragt mit seinen 24 x 35 cm auch die meisten anderen Bücher in unserem Regal. So wird es von den Kindern gerne in die Hand genommen, denn die mögen grossformatige Bücher.
Ich habe mich sofort in das klasse Cover verliebt, auf dem sich rund um den Titel schon viele wilde Tiere tummeln und ihre Spuren hinterlassen haben. So bekommt man schon einen ersten Eindruck, mit welchen gefährlichen Kreaturen man es gleich zu tun bekommt.

Wenn man das Buch dann aufschlägt, bekommt man noch vor der Titelseite einen Auftrag. Man muss nämlich einen ganz bestimmten Fussabdruck 15-mal im Buch finden. Genaues Beobachten und Vergleichen ist also wichtig.

Wusstest du ...                                                                                                                      ... dass Braunbären Fell zwischen den Zehen haben?     (Seite 26)

Dann geht es erst richtig los. Immer auf einer Doppelseite wird ein Thema oder ein Tier behandelt. Zuerst wird erklärt, was Säugetiere sind und in welche verschiedenen Gruppen sie unterteilt werden. Dann geht es um Zähne und Krallen, also wie sich die Tiere verteidigen, und unter dem Titel 'Heulen, knurren und stinken' erfährt man, wie sich die Tiere bemerkbar machen.
Danach werden 18 wilde Tiere genauer vorgestellt. Da finden sich selbstverständlich die bekannte n Kandidaten wie Tiger, Wolf und Braunbär. Richtig spannend wird es dann bei etwas exotischeren Tierarten wie dem Honigdachs, dem Marderbär oder dem Tasmanischen Teufel. Die Auswahl der Tiere ist sehr abwechslungsreich und spannend.

Ist er wirklich ein Teufel?                                                   
Wenn sich ein Tasmanischer Teufel bedroht fühlt, hört er sich tatsächlich wie ein Teufel an: Er stösst dann markerschütternde Schreie aus.
Er wird auch Beutelteufel genannt.     (Seite 32)

Nach den  Tiervorstellungen gibt es als Abschluss nochmals einige allgemeine Informationsseiten. Da können wilde Spuren entdeckt und gesucht werden, einige wilde Eiszeittiere werden vorgestellt, man erfährt, welche Tiere in Schwierigkeiten stecken, und welche Wildtiere in der Stadt vorkommen. Als krönenden Abschluss werden noch einige Tierwörter erklärt, so dass dann auch die Kinder wie Tierexperten reden können.

Warum können Geparden so schnell laufen?                                                   
Geparden können ihre Krallen nicht ganz einziehen. Beim schnellen Laufen geben die Krallen ihnen dafür mehr Halt.     (Seite 40)

Die ganze Familie ist richtig begeistert von "Das grosse Buch der wilden Tiere".  Die Bilder von Yuval Zommer sind wunderschön, so dass man das Buch auch einfach nur so durchblättern und staunen kann.
Die Informations-Häppchen, bestehend aus einer fett gedruckten Frage und der Antwort, sind gut dosiert und sehr spannend, so dass gross und klein noch etwas dazulernen können. So ist Yuval Zommer ein Gesamtkunstwerk gelungen, das man immer wieder zum Schmökern in die Hand nimmt. 





Fazit:


"Das grosse Buch der wilden Tiere" von Yuval Zommer ist ein rundum gelungenes Sachbuch, das die ganze Familie begeistert. Wunderschöne Illustrationen und spannende Informations-Häppchen ergänzen sich perfekt und laden zum Verweilen ein. Ich kann euch dieses grossartig grossformatige Werk nur ans Herz legen.





Mittwoch, 31. Mai 2017

"Der grosse Labyrinthe-Spass: Piraten und Seeräuber" von Sam Smith



Titel: Piraten und Seeräuber
Reihe: Der grosse Labyrinthe-Spass
Autor: Sam Smith
Gestaltung: Claire Thomas
Übersetzerin: Rebecca Steltner
Verlag: Usborne Publishing (7. Aprilr 2017)
ISBN: 978-1782325772
Seiten: 64
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 6 Jahren


Setze die Segel und auf geht‘s durch die mehr als 40 Labyrinthe! Weiche dabei den Seeungeheuern aus, rette den schiffbrüchigen Piraten von der einsamen Insel und steuere, so schnell du kannst, die Schatzinsel an. Gib dein Bestes, denn der Schwierigkeitsgrad steigt!
(Bild- und Textquelle: Usborne Verlag)





Meine Meinung:


Labyrinthe üben immer eine Anziehungskraft auf uns aus. Man kann die Augen oder den Finger einfach nicht ruhig halten, bevor man den richtigen Weg gefunden hat. Meine Tochter hatte einmal ein grosses Labyrinthe-Buch aus der Bibliothek nach Hause gebracht und schon sassen beide Kinder völlig fasziniert vor dem Buch. 
Als ich dann "Der grosse Labyrinthe-Spass: Piraten und Seeräuber" entdeckte, war sofort klar, dass das genau das richtige für meinen Piratenfan ist. Nur schon das Cover sieht sehr abenteuerlich aus und muss genauer unter die Lupe genommen werden.

Im Buch drinnen warten mehr als 45 Labyrinthe. Die meisten umfassen eine Seite, manche gehen auch über eine ganze Doppelseite. Alle Labyrinthe passen selbstverständlich zum Thema Piraten und Seeräuber und zu jedem Rätsel gibt es eine kleine Geschichte, in der auch erklärt wird, was man machen muss.

So ein Affentheater!
Ein frecher Affe ist mit der Schatzkarte des Kapitäns in den Dschungel abgehauen. Kannst du den Affen finden und dem Kapitän einen Weg durch das Unterholz bahnen, damit er die Karte schnell zurückbekommt?

Da muss man einem Piraten helfen, sich durch schreckliche Seeschlangen in Sicherheit zu bringen, der Schiffsjunge braucht einen sicheren Weg durch eine Schlacht, die Banditenbande versucht, Rotbart aus dem Fort zu befreien oder der Angriff auf eine Insel muss geplant werden. Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich gestaltet, so dass es einem wirklich nicht langweilig wird.

Alle Bilder sind fantasievoll und detailliert gestaltet, so dass sie Wimmelbildern ähneln. Auch wenn man den Weg gefunden hat, kann man sich noch lange mit der Seite beschäftigen.

Am Anfang des Buches sind die Labyrinthe noch recht einfach, dann werden sie immer kniffliger. Am Ende finden sich auch alle Lösungen, so dass sich auch hilflos verirrte Piratenfans aus der Zwickmühle helfen können.





Fazit:


Durch die viele abwechslungsreich gestalteten Aufgaben ist "Der grosse Labyrinthe-Spass: Piraten und Seeräuber" wirklich ein klasse Beschäftigungsbuch. Die Kinder sind von den fantasievollen Bildern und den kniffligen Labyrinthen begeistert und können sich lange beschäftigen.





Dienstag, 30. Mai 2017

Bilderbuch: "Schüttel den Apfelbaum - Ein Mitmachbuch" von Nico Sternbaum




Titel: Schüttel den Apfelbaum
Untertitel: Ein Mitmachbuch
Autor und Illustrator: Nico Sternbaum
Verlag: Bassermann Verlag (20. März 2017)
ISBN: 978-3809436720
Seiten: 64
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 2 Jahren


Dieses Bilderbuch hat es in sich. Denn man kann mit ihm viel mehr machen, als es nur zu lesen oder seine lustigen bunten Bilder zu betrachten. Hier können Kinder ab 2 Jahren selbst aktiv werden: Sie dürfen das Buch schütteln, schaukeln, rubbeln, darauf herumklopfen oder es auf den Kopf stellen, je nachdem, was die kleine Geschichte verlangt. Da gilt es zum Beispiel, den Apfelbaum zu schütteln, Kitzelmonster Kalle durchzukitzeln oder an die Tür eines geheimnisvollen Schlosses zu klopfen, um zu sehen, was auf der nächsten Seite passiert. Ein Buch voller Überraschungen für jede Menge Spiel, Spaß und Spannung.
(Bild- und Textquelle: Bassermann Verlag)





Meine Meinung:


Mitmachbücher gibt es inzwischen einige. Neben Tablets und Handys muss auch das normale Bilderbuch aktiv werden. Einige machen das mit einem tiptoi-Stift, einer App oder aber dass man im Buch kritzeln, malen, kleben und schneiden kann. Und dann gibt es ein paar wenige Exemplare, die mit gar nichts auskommen und trotzdem - oder gerade deswegen - sehr wirkungsvoll sind. Und genau so ein Buch ist "Schüttel den Apfelbaum" von Nico Sternbaum. 

Das Buch enthält 14 kleine Geschichten, die aus jeweils zwei Doppelseiten bestehen. Auf der ersten Doppelseite wird jeweils eine Situation geschildert und das Kind wird zu einer Aktion aufgefordert. So muss das Buch geschüttelt, das gelangweilte Kitzelmonster gekitzelt oder der Startknopf für die Rakete gedrückt werden. Auf der folgenden Doppelseite sieht dann das Kind die Folge seines Handelns.

Oje, die ganzen Äpfel sind leider
viel zu schwer
für den armen Baum. Kannst du das
Buch schütteln, damit ein paar
herunterfallen?

*schüttelschüttel*
Klasse, jetzt
ist der Apfelbaum
nicht mehr traurig!

Normalerweise sind Bilderbücher ab 2 Jahren kurz gehalten und mit Pappseiten versehen. "Schüttel den Apfelbaum" ist wunderbar umfangreich, die Seiten bestehen jedoch aus dickerem Papier. Da man dieses Buch aktiv nutzt und die Kinder es bestimmt sehr oft in der Hand haben, hätte ich mir eine etwas stabilere Aufmachung gewünscht. 
Dafür ist es wahnsinnig unterhaltsam und vielfältig. Die Szenen schneiden die unterschiedlichsten Themen an, die sehr kindernah gehalten sind. Mit grosser Begeisterung sind die Kinder dabei und sind sehr gespannt, was ihr Handeln hervorruft.

Nico Sternbaums Illustrationen sind sehr schlicht und freundlich gehalten, so dass man den Unterschied der beiden Bildern sofort erkennt. 
Die Texte sind mit sehr kurzen Sätzen kindgerecht und trotzdem charmant und animierend.

Ich habe das Buch zum Testen meinen beiden Kindern (5 und 7 Jahre) in die Hand gedrückt. Die Grosse hat vorgelesen und Junior hat gepustet, geschüttelt, gekitzelt, gedrückt, geklopft, gewischt, .... Beide hatten grossen Spass und ich habe sie einige Male laut lachen gehört. Ihr Highlight war, als sie dem Huhn die Eier ins Nest zurückrollen mussten.




Fazit:


"Schüttel den Apfelbuch" ist ein ganz besonderes Mitmachbuch. Es kommt ganz ohne Hilfsmittel aus und begeistert die Kinder. In 14 illustrierten Minigeschichten werden die Kinder zum Handeln animiert, was grossen Spass bereitet.
Eine klare Empfehlung von uns!






Montag, 29. Mai 2017

Kinderbuch: "Leonie Looping 01. Das Geheimnis auf dem Balkon" von Cally Stronk




Titel: Das Geheimnis auf dem Balkon
Reihe: Leonie Looping, Band 1
Autorin: Cally Stronk
Illustratorin: Constanze von Kitzing
Verlag: Ravensburger Buchverlag (16. Januar 2017)
ISBN: 978-3473365104
Seiten: 100
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 7 Jahren


Leonie verbringt die Ferien bei ihrer Oma. Dort macht sie Bekanntschaft mit zwei Schmetterlingselfen. Mit Schrumpferbsen kann Leo sich selbst in eine Elfe verwandeln und sieht die Welt fortan mit anderen Augen
(Bild- und Textquelle: Ravensburger Buchverlag)





Meine Meinung:


Erstlesereihen gibt es inzwischen wie Sand am Meer, gute weiterführende und individuelle Buchreihen sind aber nicht einfach zu finden. "Leonie Looping" bringt einige Attribute eines Erstlesebuches mit sich. So hat es eine gut leserliche, schön gross gedruckte Schrift und jede Doppelseite ist mit farbenfrohen Illustrationen ergänzt. Einzelne Wörter im Text sind sogar in Farbe und grösser dargestellt. "Das Geheimnis auf dem Balkon" ist jedoch schon eine umfangreichere Geschichte, so dass auf den Seiten mehr Text und das ganze Buch ganze 100 Seiten umfasst. So eignet sich die Reihe sicher für Erstleser ab der 2. Klasse.

Am Anfang der Geschichte werden die Protagonisten mit Bild und Text vorgestellt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Danach geht es mit der Geschichte los.

Eigentlich sind Ferien ja immer ein Grund zur Freude, doch nicht für die siebenjährige  Leonie. Ihre Eltern fliegen dieses Mal nämlich alleine weg und sie muss zu ihrer Oma fahren. Und gleich am ersten Tag hat diese etwas Wichtiges zu erledigen, so dass ihr Enkelkind alleine in der Wohnung zurück lässt. Leonie ist sauer. Doch dann entdeckt sie auf dem Balkon zwei winzige Wesen: Schmetterlingselfen.  Mücke und Luna sind gerade einmal so gross wie eine Haarspange und können super fliegen. Und als Leonie eine Schrumpferbes isst, wird sie auch so klein und ihr wachsen Flügel. Was für ein Abenteuer! Aber auf einmal lauern überall Gefahren. Vor allem Omas Kater Flöckchen wird zum gefährlichen Raubtier. Und dann verschwindet auch noch Luna ....

Vorsichtig hebt Leo die Schmetterlingselfe auf und betrachtet sie genauer: Sie sieht aus wie ein kleines Mädchen und ist etwa so gross wie eine von Leos Haarspangen. Sie hat winzige Augen, Ohren und sogar Haare, die ihr wild vom Kopf abstehen.     (Seite 38)

Dieser erste Band von "Leonie Looping" ist sehr fantasievoll, abenteuerlich und auch humorvoll. Durch die Thematik mit den Schmetterlingselfen und den wunderschönen Illustrationen von Constanze von Kitzing wird diese Kinderbuchreihe bestimmt alle Mädchenherzen im Sturm erobern. 

Die Geschichte ist jedoch nicht nur zum Selberlesen geeignet, sondern lässt sich auch sehr schön vorlesen. Meine Kinder lauschten gebannt der abenteuerlichen Geschichte und wünschten sich bestimmt mehr als einmal, auch eine Schrumpferbse zu essen und eine Runde als Schmetterlingselfe herumzufliegen. Doch auch ich als Mutter hatte Spass am Vorlesen. So werden bei uns auch die weiteren Bände von "Leonie Looping" einziehen.



Fazit:


"Leonie Looping. Das Geheimnis auf dem Balkon" ist ein toller Einstieg in die fantasievolle Reihe von Cally Stronk. Mit den Schmetterlingselfen und den wunderschönen Illustrationen verzaubert "Leonie Looping" bestimmt viele Erstleser.





Infos zur Reihe:


      

  1. Das Geheimnis auf dem Balkon
  2. Das Abenteuer am Waldsee
  3. Der verrückte Schrumpferbsen-Unfall




Sonntag, 28. Mai 2017

Bilderbuch: "Guck mal, wie die gucken!" von Werner Holzwarth und Stefanie Jeschke




Titel: Guck mal, wie die gucken!
Autor: Werner Holzwarth
Illustratorin: Stefanie Jeschke
Verlag: Thienemann Verlag (17. Januar 2017)
ISBN: 978-3522458351
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren



Eine Familie ist zu Besuch im Zoo und spaziert durch's Affenhaus. "Guck mal, das sind ja richtige Prachtexemplare!", heißt es da. Oder: "Oh, die da drüben haben Babys!" Aber schon bald fragt sich: Wer beguckt hier eigentlich wen?
(Bild- und Textquelle: Thienemann)




Meine Meinung:


"Die Geschichte vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat" ist inzwischen in 27 verschiedene Sprachen übersetzt worden und ein richtiger Klassiker im Bilderbuchbereich. "Guck mal, wie die gucken!" ist der neuste Wurf von Werner Holzwarth.

Eine Familie geht in den Zoo und beobachtet ausgiebig die verschiedenen Affen. Wenn ich mich an meine Zoobesuche als Kind zurück erinnere, brachten mich meine Eltern auch kaum mehr aus dem Affenhaus. Die uns so ähnlichen Primaten faszinieren einfach, zudem ist da immer etwas los, vor allem, wenn es Jungtiere hat. Und die dürfen in diesem Bilderbuch natürlich auch nicht fehlen.

"Also denen könnte ich den ganzen Tag zuschauen."
"Ja, die machen so komisch Faxen!"
"... und grinsen meistens."
"Nur der eine, der ist ganz still und beobachtet uns. Der wäre wahrscheinlich gerne wie wir."

Speziell ist, dass der gesamte Text der Geschichte nur aus direkter Rede besteht. So können wir bei jeder Doppelseite ein kurzes Gespräch mitverfolgen, was eine ganz eigene Dynamik entwickelt und viel Spielraum lässt. Denn "Guck mal wie die gucken!" weiss zu überraschen! Als nämlich der Zoo am Abend schliesst, bleib die Frage, wer denn nun eigentlich wen angeguckt hat. Und ich kann euch garantieren, dass man das Bilderbuch gleich noch einmal ganz genau anschauen wird.

Die Bilder von Stefanie Jeschke sind sehr einfach gehalten aber sehr wirkungsvoll. Die Illustratorin arbeitet recht naturgetreu und farbenfroh und reduziert auf das Wesentliche. So arbeiten Geschichte und Bilder Hand in Hand am Verwirrspiel und halten einem am Ende den Spiegel vor. Richtig klasse gemacht!


Fazit:

"Guck mal, wie die gucken!" müsst ihr euch unbedingt angucken, denn es wird euch so überraschen, dass ihr es gleich nochmals anschauen müsst.
Dieses toll gestaltete Bilderbuch regt zum genauen Beobachten, Vergleichen und Diskutieren an und kommt bei gross und klein gut an.





Junior (5) gefallen die gezeichneten Affen sehr gut und er fragt beim Erzählen ab und zu, wer denn gerade spricht. Am lustigsten findet er die Szene mit dem Popeln. Den Dreh am Ende versteht er jedoch noch nicht, den muss man mit ihm besprechen.







Mittwoch, 17. Mai 2017

Bilderbuch: "Bienen: Kleine Wunder der Natur" von Britta Teckentrup




Titel: Bienen: Kleine Wunder der Natur
Illustratorin: Britta Teckentrup
Übersetzerin:  Maria Höck
Verlag: Ars Edition (16. Januar 2017)
ISBN: 978-3845817767
Seiten: 33
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


Der ganze Bienenschwarm bricht auf, ein kleines Wunder nimmt seinen Lauf. 
Schau durch die Gucklöcher im Buch, folge den Bienen auf ihrer Reise von Blume zu Blume und entdecke eines der wichtigsten Naturwunder. Poetische Reime beschreiben, wie Leben und Blumen entstehen.
(Bild- und Textquelle: Ars Edition)






Meine Meinung:

Die Sonne geht auf, der Tag beginnt,
die Blumen schaukeln sanft im Wind.
Da fliegt eine Biene und summt ganz leise.
Nimmt sie uns mit auf ihre Reise?

Die gelb-schwarz gestreiften Insekten scheinen auf dem Buchmarkt seit einiger Zeit sehr bleibt zu sein. "Bienen: Kleine Wunder der Natur" hebt sich da nur schon optisch ab, denn es besticht mit bunten, warmen Farben und spannenden Durchgucklöcher.

Wir begleiten einen Tag lang eine emsige Biene, fliegen mit ihr von Blüte zu Blüte, sammeln Nektar und verteilen Pollen. Doch es sind einfach zu viele Blumen, das schafft die kleine Biene nicht alleine. So fliegt sie zurück in den Bienenstock und gemeinsam mit dem ganzen Schwarm vollbringt sie ein Wunder der Natur. Alle Blumen und Pflanzen können nämlich nur blühen, weil es die fleissigen Bienen gibt.

Die Aufgabe der Bienen wird ganz einfach und in wenig Text erklärt. Dieser ist sogar in zweizeiligen Riemen verfasst, so dass das Vorlesen gleich noch ein bisschen mehr Spass macht.

Die Illustrationen von Britta Teckentrup sind wirklich ein Wunder der Natur. So erwartet uns auf jeder Seite nicht nur eine Blumenmeer sondern auch eine wahre Farbenpracht. Die Illustratorin scheint eine Kombination aus Druck- und Collagetechnik anzuwenden, wodurch ihr ganz eigener Stil entsteht, der ein hoher Wiedererkennungswert hat. Die Biene kann man immer durch ein wabenförmiges Guckloch entdecken, was die Kinder lieben. So ist jede Doppelseite ein Kunstwerk für sich und lädt ein, ein Stück Natur zu entdecken.


Fazit:


"Bienen: Kleine Wunder der Natur" bietet nicht nur eine schöne Geschichte in der Natur und wundervolle Bilder, sondern auch erstes Sachwissen zu den gelb-schwarz gestreiften Insekten. In einfachen Reimen erleben wir, was die Aufgabe der Bienen ist.
Ein Bilderbuch, das uns aufzeigt, wie wichtig die anscheinend kleinen Dinge in der Natur sind.






Favolina (7) liest dieses Bilderbuch auch gerne alleine. Es hat nämlich nur wenig und schön gross gedruckten Text. Zudem ist sie von den farbenprächtigen Bildern fasziniert.




Junior (5) begeistern dafür die Durchgucklöcher. Zudem sucht er auf den Seiten immer alle Tiere. 







Dienstag, 16. Mai 2017

Bilderbuch: "Ein Lächeln für Fröschlein" von Przemyslaw Wechterowicz und Emilia Dziubak




Titel: Ein Lächeln für Fröschlein
Autor: Przemyslaw Wechterowicz
Illustratorin: Emilia Dziubak
Übersetzerin:  Esther Kinsky
Verlag: FISCHER Sauerländer (23. Februar 2017)
ISBN: 978-3737354226
Seiten: 36
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


Fröschlein ist das traurigste Fröschlein auf der ganzen Welt. Nicht einmal das zarte Kitzeln der Sonnenstrahlen kann es wieder fröhlich machen. Mama muss arbeiten und ist nicht da. Doch zur selben Zeit spürt Mama einen Stich in ihrem Herzen.»Wie mag es meinem Fröschlein gehen?«. Biber soll Fröschlein ein liebevolles Lächeln von Mama bringen. Aber der findet unterwegs tolle Zweige für seinen Bau und fragt die Otter-Mama, ob sie das Lächeln zu Fröschlein bringen kann. Aber die muss schnell nach Hause, weil die Milch sonst überkocht … Und so wird das Lächeln von einem zum anderen weitergereicht. Wird es das Fröschlein erreichen?
(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)





Meine Meinung:

Eines Tages fühlte sich Fröschlein sehr traurig.
So traurig wie das traurigste Fröschlein auf der ganzen Welt.
"Quak, quak", quakte es leise seinem Spiegelbild im Wasser zu.

Als der Flussbarsch und auch der Schwalbenschwanz-Schmetterling das traurige Fröschlein sahen, wollten sie es trösten. Sogar die Sonne versuchte, es aufzuheitern, doch Fröschlein wurde nur noch trauriger. Zur gleichen Zeit hatte Mama Frosch in ihrem Laden alle Hände voll zu tun, doch mit einem Mal spürte sie einen Stich im Herzen und sie machte sich Sorgen um ihr Fröschlein. Da wandte sie sich an den Biber, der gerade bezahlen wollte, und bat ihn, ihrem Fröschlein ein strahlendes, liebevolles Lächeln zu bringen. Dies wollte der Biber gerne tun, doch unterwegs entdeckte er einen Haufen Zweige, die für seinen neuen Damm geeignet waren. Aber er hatte ja versprochen, Fröschlein das Lächeln zu bringen. Nur gut, dass da gerade Frau Otter daher kam. Der Biber lächelte sie strahlend an und bat sie, dieses Lächeln von Mama Frosch ihrem kleinen Fröschlein zu bringen. Frau Otter machte sich auf den Weg, ein Lächeln von einem Ohr zum andern auf dem Gesicht. Da erinnerte sie sich an den Kochtopf Milch auf dem Herd.... So wird Mama Froschs Lächeln von einem Tier zum nächsten weitergegeben und man fragt sich, ob es schlussendlich wirklich Fröschlein erreichen wird.

Die Thematik, dass Mama arbeiten muss und die Kinder 'heimweh' nach ihr haben, ist sicher vielen Müttern bekannt. Was wir mit einem kurzen Telefongespräch oder einem Foto überbrücken können, ist für Mama Frosch ein bisschen komplizierter. Umso schöne ist ihre Idee, ihr Lächeln überbringen zu lassen. Unbewusst erfreut sie damit nicht nur ihr Fröschlein sondern zaubert ganz vielen Waldbewohnern ein Lächeln aufs Gesicht.

Der Autor Przemystaw Wechterowicz hat die Problematik sehr liebevoll und sensibel aufgegriffen, so dass eine warmherzige Geschichte entstanden ist. Ich finde es toll, wie vielen unterschiedlichen Waldbewohnern wir in "Ein Lächeln für Fröschlein" begegnen und wie sie zusammenarbeiten, damit das Lächeln sein Ziel erreicht.

Emilia Dziubak konnte mich schon mit ihren Illustrationen in "Ein Jahr im Wald" begeistern. Auch dieses Bilderbuch besticht mit wunderschönen, harmonischen Bildern. Sie sind vorwiegend in der ganzen Palette an Grüntönen und anderen Naturfarben gehalten. 

Geschichte und Illustrationen ergeben zusammen einen wundervollen Stafettenlauf des Lächelns, den ich nur weiterempfehlen kann. 




Fazit:


"Ein Lächeln für Fröschlein" ist ein Bilderbuch, in dem ganz viele Liebe steckt und das wohl jedem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Eine Geschichte, die man am besten eng aneinandergekuschelt immer wieder anschaut.






Favolina (7) ist sehr sensibel und sie leidet immer mit dem traurigen Fröschlein mit. So ist es jedes mal ihr Highlight, wenn die Ente das Lächeln überbringt und Fröschlein am Ende wieder glücklich mit seiner Mama vereint ist.




Junior (5) findet es sehr spannend, wer alles mithilft, dass Fröschlein das Lächeln bekommt. So überlegt er sich immer, welches Tier der nächste  'Stafettenläufer" sein wird.







Freitag, 12. Mai 2017

Bilderbuch: "Tokkis Reise" von Till Penzek und Julia Neuhaus





Titel: Tokkis Reise
Autor: Till Penzek
Illustratorin: Julia Neuhaus
Verlag: Tulipan Verlag (20. Januar 2017)
ISBN: 978-3864293184
Seiten: 36
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


Der kleine Ausserirdische Tokki ist mit seinem Raumschiff zu den Mondkühen unterwegs, um Milch zu holen. Doch plötzlich hat er eine Panne und muss auf dem fremden Planeten Erde notlanden. Tokki macht sich auf den Weg, um ein fehlendes Teil für die Reparatur zu besorgen. Zum Glück hat er einen Korb Andromeda-Äpfel dabei.
(Bild- und Textquelle: Tulipan Verlag)





Meine Meinung:


Nur schon das Cover von "Tokkis Reise" ist ein Eyecatcher. Es gibt nicht viele Bilderbücher mit Ausserirdischen und UFOs und genau diese Thematik interessiert und fasziniert viele Kinder. 

Tokki ist ein kleiner Ausserirdischer, der auf einem fernen Planeten lebt. Am liebsten düst er in seinem Raumschiff herum oder spielt Space-Ball. Doch dann bekommt er von seiner Mutter den Auftrag, eine Kanne Milch von den Mondkühen zu holen. Unterwegs hält er an, um noch Andomeda-Äpfel zu pflücken. Als er weiterfliegt fängt sein Motor plötzlich Feuer und er muss auf einem fremden Planeten, der Erde, notlanden. Entsetzt muss er feststellen, dass sein Schwups-Kompensator kaputt ist. Sein Bordcomputer führt ihn zu einem Erfinder, der ihm weiterhelfen können soll. Als dieser die Andromeda-Äpfel entdeckt, ist er bereit, Tokki seinen Schwups-Kompensator gegen einen Andromeda-Apfelkuchen zu tauschen.
Tokki hat noch nie einen Kuchen gebacken und geht lieber zu einer Bäckerei.
"Kannst du mir bitte einen Kuchen aus diesen Andromeda-Äpfeln machen?", fragt er den Bäcker.
"Das würde ich gerne tun", antwortet dieser. "Nur leider habe ich keine Milch mehr."

Doch Tokki hat noch nie einen Kuchen gebacken und geht dafür lieber zu einer Bäckerei. Aber dem Bäcker fehlt die Milch zum Backen, der Kuh das Gras zum Milchgeben, dem Rasenmäher Öl, ....
So entsteht eine ganze Tauschkette und Tokki lernt einige Erdbewohner kennen, denen er etwas besorgen muss, um das Gewünschte zu erhalten. Er lernt also, dass man selten etwas geschenkt bekommt, aber mit etwas Einsatz sein Ziel erreichen kann. Wenn man sich gegenseitig hilft, kann man miteinander reüssieren.
Und so ist es auch in "Tokkis Reise": Am Ende sind alle glücklich und zufrieden. Tokki kann sein Raumschiff reparieren und somit zurück zu seiner Mutter fliegen, der er ganz exotische, weisse Milch mitbringt.

Mir ist "Tokkis Reisen" wegen den Illustrationen sofort ins Auge gestochen. Ich liebe die Technik und vor allem die spezielle Farbpalette von Julia Neuhaus. Die Kinder sind dafür vom süssen grünen Tokki mit seinem Rüssel und der Antenne begeistert. Zudem müssen sie auf jeder Seite immer gleich seinen Begleiter suchen. Der kleine ausserirdische Hund macht nämlich meistens etwas Lustiges.

Aber auch die Geschichte macht richtig Spass. Durch die vielen Personen kann man beim Erzählen schön die Stimme verstellen.
Obwohl Till Penzek für die Kinder bisher unbekannte Begriffe wie Space-Ball, Schwupps-Kompensator oder Andromeda-Äpfel verwendet, ist die Sprache sehr gut verständlich und ich war erstaunt, wie schnell diese besonderen Begriffe im Kopf geblieben sind - vielleicht gerade weil sie etwas Spezielles sind.


Fazit:


"Tokkis Reise" steht bei uns hoch im Kurs.
Mit einer spannenden Tauschgeschichte und wunderschönen Illustrationen zeigt uns der kleine Ausserirdische, wie wichtig es ist, einander zu helfen, so dass schlussendlich alle ihr Ziel erreichen.






Favolina (7) ist ganz begeistert von den schönen Bildern in "Tokkis Reise". Sie mag die Farben und die vielen kleinen Details und muss immer zuerst den kleinen ausserirdischen Hund suchen.




Junior (4) möchte "Tokkis Reise" immer wieder erzählt bekommen. Und wenn wir am Ende wieder auf dem fernen Planeten angekommen sind, erklärt er den ganzen Tauschhandel noch einmal auf dem Vorsatzpapier.
Zudem findet er den Gedanken, dass Milch von den Mondkühen grün ist, sehr witzig.