Mittwoch, 31. Mai 2017

"Der grosse Labyrinthe-Spass: Piraten und Seeräuber" von Sam Smith



Titel: Piraten und Seeräuber
Reihe: Der grosse Labyrinthe-Spass
Autor: Sam Smith
Gestaltung: Claire Thomas
Übersetzerin: Rebecca Steltner
Verlag: Usborne Publishing (7. Aprilr 2017)
ISBN: 978-1782325772
Seiten: 64
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 6 Jahren


Setze die Segel und auf geht‘s durch die mehr als 40 Labyrinthe! Weiche dabei den Seeungeheuern aus, rette den schiffbrüchigen Piraten von der einsamen Insel und steuere, so schnell du kannst, die Schatzinsel an. Gib dein Bestes, denn der Schwierigkeitsgrad steigt!
(Bild- und Textquelle: Usborne Verlag)





Meine Meinung:


Labyrinthe üben immer eine Anziehungskraft auf uns aus. Man kann die Augen oder den Finger einfach nicht ruhig halten, bevor man den richtigen Weg gefunden hat. Meine Tochter hatte einmal ein grosses Labyrinthe-Buch aus der Bibliothek nach Hause gebracht und schon sassen beide Kinder völlig fasziniert vor dem Buch. 
Als ich dann "Der grosse Labyrinthe-Spass: Piraten und Seeräuber" entdeckte, war sofort klar, dass das genau das richtige für meinen Piratenfan ist. Nur schon das Cover sieht sehr abenteuerlich aus und muss genauer unter die Lupe genommen werden.

Im Buch drinnen warten mehr als 45 Labyrinthe. Die meisten umfassen eine Seite, manche gehen auch über eine ganze Doppelseite. Alle Labyrinthe passen selbstverständlich zum Thema Piraten und Seeräuber und zu jedem Rätsel gibt es eine kleine Geschichte, in der auch erklärt wird, was man machen muss.

So ein Affentheater!
Ein frecher Affe ist mit der Schatzkarte des Kapitäns in den Dschungel abgehauen. Kannst du den Affen finden und dem Kapitän einen Weg durch das Unterholz bahnen, damit er die Karte schnell zurückbekommt?

Da muss man einem Piraten helfen, sich durch schreckliche Seeschlangen in Sicherheit zu bringen, der Schiffsjunge braucht einen sicheren Weg durch eine Schlacht, die Banditenbande versucht, Rotbart aus dem Fort zu befreien oder der Angriff auf eine Insel muss geplant werden. Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich gestaltet, so dass es einem wirklich nicht langweilig wird.

Alle Bilder sind fantasievoll und detailliert gestaltet, so dass sie Wimmelbildern ähneln. Auch wenn man den Weg gefunden hat, kann man sich noch lange mit der Seite beschäftigen.

Am Anfang des Buches sind die Labyrinthe noch recht einfach, dann werden sie immer kniffliger. Am Ende finden sich auch alle Lösungen, so dass sich auch hilflos verirrte Piratenfans aus der Zwickmühle helfen können.





Fazit:


Durch die viele abwechslungsreich gestalteten Aufgaben ist "Der grosse Labyrinthe-Spass: Piraten und Seeräuber" wirklich ein klasse Beschäftigungsbuch. Die Kinder sind von den fantasievollen Bildern und den kniffligen Labyrinthen begeistert und können sich lange beschäftigen.





Dienstag, 30. Mai 2017

Bilderbuch: "Schüttel den Apfelbaum - Ein Mitmachbuch" von Nico Sternbaum




Titel: Schüttel den Apfelbaum
Untertitel: Ein Mitmachbuch
Autor und Illustrator: Nico Sternbaum
Verlag: Bassermann Verlag (20. März 2017)
ISBN: 978-3809436720
Seiten: 64
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 2 Jahren


Dieses Bilderbuch hat es in sich. Denn man kann mit ihm viel mehr machen, als es nur zu lesen oder seine lustigen bunten Bilder zu betrachten. Hier können Kinder ab 2 Jahren selbst aktiv werden: Sie dürfen das Buch schütteln, schaukeln, rubbeln, darauf herumklopfen oder es auf den Kopf stellen, je nachdem, was die kleine Geschichte verlangt. Da gilt es zum Beispiel, den Apfelbaum zu schütteln, Kitzelmonster Kalle durchzukitzeln oder an die Tür eines geheimnisvollen Schlosses zu klopfen, um zu sehen, was auf der nächsten Seite passiert. Ein Buch voller Überraschungen für jede Menge Spiel, Spaß und Spannung.
(Bild- und Textquelle: Bassermann Verlag)





Meine Meinung:


Mitmachbücher gibt es inzwischen einige. Neben Tablets und Handys muss auch das normale Bilderbuch aktiv werden. Einige machen das mit einem tiptoi-Stift, einer App oder aber dass man im Buch kritzeln, malen, kleben und schneiden kann. Und dann gibt es ein paar wenige Exemplare, die mit gar nichts auskommen und trotzdem - oder gerade deswegen - sehr wirkungsvoll sind. Und genau so ein Buch ist "Schüttel den Apfelbaum" von Nico Sternbaum. 

Das Buch enthält 14 kleine Geschichten, die aus jeweils zwei Doppelseiten bestehen. Auf der ersten Doppelseite wird jeweils eine Situation geschildert und das Kind wird zu einer Aktion aufgefordert. So muss das Buch geschüttelt, das gelangweilte Kitzelmonster gekitzelt oder der Startknopf für die Rakete gedrückt werden. Auf der folgenden Doppelseite sieht dann das Kind die Folge seines Handelns.

Oje, die ganzen Äpfel sind leider
viel zu schwer
für den armen Baum. Kannst du das
Buch schütteln, damit ein paar
herunterfallen?

*schüttelschüttel*
Klasse, jetzt
ist der Apfelbaum
nicht mehr traurig!

Normalerweise sind Bilderbücher ab 2 Jahren kurz gehalten und mit Pappseiten versehen. "Schüttel den Apfelbaum" ist wunderbar umfangreich, die Seiten bestehen jedoch aus dickerem Papier. Da man dieses Buch aktiv nutzt und die Kinder es bestimmt sehr oft in der Hand haben, hätte ich mir eine etwas stabilere Aufmachung gewünscht. 
Dafür ist es wahnsinnig unterhaltsam und vielfältig. Die Szenen schneiden die unterschiedlichsten Themen an, die sehr kindernah gehalten sind. Mit grosser Begeisterung sind die Kinder dabei und sind sehr gespannt, was ihr Handeln hervorruft.

Nico Sternbaums Illustrationen sind sehr schlicht und freundlich gehalten, so dass man den Unterschied der beiden Bildern sofort erkennt. 
Die Texte sind mit sehr kurzen Sätzen kindgerecht und trotzdem charmant und animierend.

Ich habe das Buch zum Testen meinen beiden Kindern (5 und 7 Jahre) in die Hand gedrückt. Die Grosse hat vorgelesen und Junior hat gepustet, geschüttelt, gekitzelt, gedrückt, geklopft, gewischt, .... Beide hatten grossen Spass und ich habe sie einige Male laut lachen gehört. Ihr Highlight war, als sie dem Huhn die Eier ins Nest zurückrollen mussten.




Fazit:


"Schüttel den Apfelbuch" ist ein ganz besonderes Mitmachbuch. Es kommt ganz ohne Hilfsmittel aus und begeistert die Kinder. In 14 illustrierten Minigeschichten werden die Kinder zum Handeln animiert, was grossen Spass bereitet.
Eine klare Empfehlung von uns!






Montag, 29. Mai 2017

Kinderbuch: "Leonie Looping 01. Das Geheimnis auf dem Balkon" von Cally Stronk




Titel: Das Geheimnis auf dem Balkon
Reihe: Leonie Looping, Band 1
Autorin: Cally Stronk
Illustratorin: Constanze von Kitzing
Verlag: Ravensburger Buchverlag (16. Januar 2017)
ISBN: 978-3473365104
Seiten: 100
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 7 Jahren


Leonie verbringt die Ferien bei ihrer Oma. Dort macht sie Bekanntschaft mit zwei Schmetterlingselfen. Mit Schrumpferbsen kann Leo sich selbst in eine Elfe verwandeln und sieht die Welt fortan mit anderen Augen
(Bild- und Textquelle: Ravensburger Buchverlag)





Meine Meinung:


Erstlesereihen gibt es inzwischen wie Sand am Meer, gute weiterführende und individuelle Buchreihen sind aber nicht einfach zu finden. "Leonie Looping" bringt einige Attribute eines Erstlesebuches mit sich. So hat es eine gut leserliche, schön gross gedruckte Schrift und jede Doppelseite ist mit farbenfrohen Illustrationen ergänzt. Einzelne Wörter im Text sind sogar in Farbe und grösser dargestellt. "Das Geheimnis auf dem Balkon" ist jedoch schon eine umfangreichere Geschichte, so dass auf den Seiten mehr Text und das ganze Buch ganze 100 Seiten umfasst. So eignet sich die Reihe sicher für Erstleser ab der 2. Klasse.

Am Anfang der Geschichte werden die Protagonisten mit Bild und Text vorgestellt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Danach geht es mit der Geschichte los.

Eigentlich sind Ferien ja immer ein Grund zur Freude, doch nicht für die siebenjährige  Leonie. Ihre Eltern fliegen dieses Mal nämlich alleine weg und sie muss zu ihrer Oma fahren. Und gleich am ersten Tag hat diese etwas Wichtiges zu erledigen, so dass ihr Enkelkind alleine in der Wohnung zurück lässt. Leonie ist sauer. Doch dann entdeckt sie auf dem Balkon zwei winzige Wesen: Schmetterlingselfen.  Mücke und Luna sind gerade einmal so gross wie eine Haarspange und können super fliegen. Und als Leonie eine Schrumpferbes isst, wird sie auch so klein und ihr wachsen Flügel. Was für ein Abenteuer! Aber auf einmal lauern überall Gefahren. Vor allem Omas Kater Flöckchen wird zum gefährlichen Raubtier. Und dann verschwindet auch noch Luna ....

Vorsichtig hebt Leo die Schmetterlingselfe auf und betrachtet sie genauer: Sie sieht aus wie ein kleines Mädchen und ist etwa so gross wie eine von Leos Haarspangen. Sie hat winzige Augen, Ohren und sogar Haare, die ihr wild vom Kopf abstehen.     (Seite 38)

Dieser erste Band von "Leonie Looping" ist sehr fantasievoll, abenteuerlich und auch humorvoll. Durch die Thematik mit den Schmetterlingselfen und den wunderschönen Illustrationen von Constanze von Kitzing wird diese Kinderbuchreihe bestimmt alle Mädchenherzen im Sturm erobern. 

Die Geschichte ist jedoch nicht nur zum Selberlesen geeignet, sondern lässt sich auch sehr schön vorlesen. Meine Kinder lauschten gebannt der abenteuerlichen Geschichte und wünschten sich bestimmt mehr als einmal, auch eine Schrumpferbse zu essen und eine Runde als Schmetterlingselfe herumzufliegen. Doch auch ich als Mutter hatte Spass am Vorlesen. So werden bei uns auch die weiteren Bände von "Leonie Looping" einziehen.



Fazit:


"Leonie Looping. Das Geheimnis auf dem Balkon" ist ein toller Einstieg in die fantasievolle Reihe von Cally Stronk. Mit den Schmetterlingselfen und den wunderschönen Illustrationen verzaubert "Leonie Looping" bestimmt viele Erstleser.





Infos zur Reihe:


      

  1. Das Geheimnis auf dem Balkon
  2. Das Abenteuer am Waldsee
  3. Der verrückte Schrumpferbsen-Unfall




Sonntag, 28. Mai 2017

Bilderbuch: "Guck mal, wie die gucken!" von Werner Holzwarth und Stefanie Jeschke




Titel: Guck mal, wie die gucken!
Autor: Werner Holzwarth
Illustratorin: Stefanie Jeschke
Verlag: Thienemann Verlag (17. Januar 2017)
ISBN: 978-3522458351
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren



Eine Familie ist zu Besuch im Zoo und spaziert durch's Affenhaus. "Guck mal, das sind ja richtige Prachtexemplare!", heißt es da. Oder: "Oh, die da drüben haben Babys!" Aber schon bald fragt sich: Wer beguckt hier eigentlich wen?
(Bild- und Textquelle: Thienemann)




Meine Meinung:


"Die Geschichte vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat" ist inzwischen in 27 verschiedene Sprachen übersetzt worden und ein richtiger Klassiker im Bilderbuchbereich. "Guck mal, wie die gucken!" ist der neuste Wurf von Werner Holzwarth.

Eine Familie geht in den Zoo und beobachtet ausgiebig die verschiedenen Affen. Wenn ich mich an meine Zoobesuche als Kind zurück erinnere, brachten mich meine Eltern auch kaum mehr aus dem Affenhaus. Die uns so ähnlichen Primaten faszinieren einfach, zudem ist da immer etwas los, vor allem, wenn es Jungtiere hat. Und die dürfen in diesem Bilderbuch natürlich auch nicht fehlen.

"Also denen könnte ich den ganzen Tag zuschauen."
"Ja, die machen so komisch Faxen!"
"... und grinsen meistens."
"Nur der eine, der ist ganz still und beobachtet uns. Der wäre wahrscheinlich gerne wie wir."

Speziell ist, dass der gesamte Text der Geschichte nur aus direkter Rede besteht. So können wir bei jeder Doppelseite ein kurzes Gespräch mitverfolgen, was eine ganz eigene Dynamik entwickelt und viel Spielraum lässt. Denn "Guck mal wie die gucken!" weiss zu überraschen! Als nämlich der Zoo am Abend schliesst, bleib die Frage, wer denn nun eigentlich wen angeguckt hat. Und ich kann euch garantieren, dass man das Bilderbuch gleich noch einmal ganz genau anschauen wird.

Die Bilder von Stefanie Jeschke sind sehr einfach gehalten aber sehr wirkungsvoll. Die Illustratorin arbeitet recht naturgetreu und farbenfroh und reduziert auf das Wesentliche. So arbeiten Geschichte und Bilder Hand in Hand am Verwirrspiel und halten einem am Ende den Spiegel vor. Richtig klasse gemacht!


Fazit:

"Guck mal, wie die gucken!" müsst ihr euch unbedingt angucken, denn es wird euch so überraschen, dass ihr es gleich nochmals anschauen müsst.
Dieses toll gestaltete Bilderbuch regt zum genauen Beobachten, Vergleichen und Diskutieren an und kommt bei gross und klein gut an.





Junior (5) gefallen die gezeichneten Affen sehr gut und er fragt beim Erzählen ab und zu, wer denn gerade spricht. Am lustigsten findet er die Szene mit dem Popeln. Den Dreh am Ende versteht er jedoch noch nicht, den muss man mit ihm besprechen.







Mittwoch, 17. Mai 2017

Bilderbuch: "Bienen: Kleine Wunder der Natur" von Britta Teckentrup




Titel: Bienen: Kleine Wunder der Natur
Illustratorin: Britta Teckentrup
Übersetzerin:  Maria Höck
Verlag: Ars Edition (16. Januar 2017)
ISBN: 978-3845817767
Seiten: 33
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


Der ganze Bienenschwarm bricht auf, ein kleines Wunder nimmt seinen Lauf. 
Schau durch die Gucklöcher im Buch, folge den Bienen auf ihrer Reise von Blume zu Blume und entdecke eines der wichtigsten Naturwunder. Poetische Reime beschreiben, wie Leben und Blumen entstehen.
(Bild- und Textquelle: Ars Edition)






Meine Meinung:

Die Sonne geht auf, der Tag beginnt,
die Blumen schaukeln sanft im Wind.
Da fliegt eine Biene und summt ganz leise.
Nimmt sie uns mit auf ihre Reise?

Die gelb-schwarz gestreiften Insekten scheinen auf dem Buchmarkt seit einiger Zeit sehr bleibt zu sein. "Bienen: Kleine Wunder der Natur" hebt sich da nur schon optisch ab, denn es besticht mit bunten, warmen Farben und spannenden Durchgucklöcher.

Wir begleiten einen Tag lang eine emsige Biene, fliegen mit ihr von Blüte zu Blüte, sammeln Nektar und verteilen Pollen. Doch es sind einfach zu viele Blumen, das schafft die kleine Biene nicht alleine. So fliegt sie zurück in den Bienenstock und gemeinsam mit dem ganzen Schwarm vollbringt sie ein Wunder der Natur. Alle Blumen und Pflanzen können nämlich nur blühen, weil es die fleissigen Bienen gibt.

Die Aufgabe der Bienen wird ganz einfach und in wenig Text erklärt. Dieser ist sogar in zweizeiligen Riemen verfasst, so dass das Vorlesen gleich noch ein bisschen mehr Spass macht.

Die Illustrationen von Britta Teckentrup sind wirklich ein Wunder der Natur. So erwartet uns auf jeder Seite nicht nur eine Blumenmeer sondern auch eine wahre Farbenpracht. Die Illustratorin scheint eine Kombination aus Druck- und Collagetechnik anzuwenden, wodurch ihr ganz eigener Stil entsteht, der ein hoher Wiedererkennungswert hat. Die Biene kann man immer durch ein wabenförmiges Guckloch entdecken, was die Kinder lieben. So ist jede Doppelseite ein Kunstwerk für sich und lädt ein, ein Stück Natur zu entdecken.


Fazit:


"Bienen: Kleine Wunder der Natur" bietet nicht nur eine schöne Geschichte in der Natur und wundervolle Bilder, sondern auch erstes Sachwissen zu den gelb-schwarz gestreiften Insekten. In einfachen Reimen erleben wir, was die Aufgabe der Bienen ist.
Ein Bilderbuch, das uns aufzeigt, wie wichtig die anscheinend kleinen Dinge in der Natur sind.






Favolina (7) liest dieses Bilderbuch auch gerne alleine. Es hat nämlich nur wenig und schön gross gedruckten Text. Zudem ist sie von den farbenprächtigen Bildern fasziniert.




Junior (5) begeistern dafür die Durchgucklöcher. Zudem sucht er auf den Seiten immer alle Tiere.