Freitag, 9. Juni 2017

Kinderbuch: "Käferkumpel" von M.G. Leonard




Titel: Käferkumpel
Reihe: Die Käfer-Saga, Band 1
Autorin: M.G. Leonard
Übersetzerin: Britt Somann-Jung
Verlag: Chicken House (28. April 2017)
ISBN: 978-3551520975
Seiten: 336
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 10 Jahren


Eigentlich will Darkus Cuttle nur herausfinden, wieso sein Vater auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Doch plötzlich steckt er mitten in einem wahnwitzigen Abenteuer: Er wird von seinen (überaus seltsamen) Nachbarn eingesperrt und von einer Horde Käfer befreit – angeführt von Baxter, dem riesigen Nashornkäfer. Er entdeckt, dass er seine neuen krabbelnden Freunde unbedingt vor Lucretia Cutter beschützen muss. Und dass die gemeine und exzentrische Modedesignerin vor vielen Jahren mit seinem Vater an einem geheimen Projekt gearbeitet hat. Aber wie das alles zusammenhängt, kann Darkus nur mit Baxters Hilfe enträtseln.
(Bild- und Textquelle: Chicken House)




Meine Meinung:

Einstieg ins Buch:
Dr. Bartholomew Cuttle war keiner von den Männern, die auf rätselhafte Weise verschwanden. [...] Er war einer von den Vätern, die vielleicht fünf Minuten zu spät kamen. Und vor allem, das wusste Darkus genau, war sein Dad keiner von den Vätern, die ihren dreizehnjährigen Sohn einfach im Stich lassen würden.

Der britischen Verleger Barry Cunningham, der Entdecker von J.K. Rowling und Harry Potter, ist sich sicher, dass die Käfer-Saga von M.G. Leonard ein Klassiker wird. 
"Käferkumpel" ist ein fantasievolles und originelles Abenteuer mit viel Humor. So birgt dieser erste Band nicht nur wahnsinnig viel Lesespass sondern bringt auch alle Attribute für ein ideales Vorlesebuch mit sich - und zwar nicht nur zuhause sondern auch in der Schule.

Bilderbuch: "Der Regenbogenfisch lernt verlieren" von Marcus Pfister




Titel: Der Regenbogenfisch lernt verlieren
Autor & Illustrator: Marcus Pfister
Verlag: NordSüd Verlag (10. Februar 2017)
ISBN: 978-3314103810
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahr



Auch im neuesten Abenteuer des Regenbogenfischs geht es Marcus Pfister darum, Werte zum friedlichen Miteinander zu vermitteln. Jeder kann mal verlieren. Aber ein guter Verlierer zu sein, ist gar nicht so einfach. Der Regenbogenfisch verliert beim Versteckspiel. Da bricht er das Spiel ab und lässt die anderen Spieler ratlos zurück. Zum Glück steht ihm seine Freundin Rotflosse zur Seite.
(Bild- und Textquelle: NordSüd Verlag)





Meine Meinung:


"Der Regenbogenfisch" von Marcus Pfister kennt wohl beinahe jeder, denn das Bilderbuch ist inzwischen schone ein Klassiker und feiert dieses Jahr sein 25 Jahre Jubiläum. Aus diesem Grund ist auch ein neuer Band erschienen: "Der Regenbogenfisch lernt verlieren".

Der Titel hat mich mit seiner Thematik sofort angesprochen, denn ich musste feststellen, dass Kinder, sobald sie in den Kindergarten kommen, plötzlich nicht mehr verlieren können - zumindest bei meinen ist das so. Da wird plötzlich geschummelt, geweint, getobt oder eingeschnappt ins Zimmer gerannt. Aus diesem Grund habe ich mir erhofft, dieses leidige Thema mit dem Regenbogenfisch thematisieren zu können.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Kinderbuch: "Die Dinorinos können alles" von Katharina Wieker




Titel: Die Dinorinos können alles
Reihe: Die Dinorinos, Band 1
Autorin: Katharina Wieker
Illustrator: Steffen Winkler
Verlag: Loewe (16. Januar 2017)
ISBN: 978-3785584248
Seiten: 80
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 6 Jahren


Juri hat ein Geheimnis, genau genommen sogar drei: Happi, Igur und Permilla. Diese waschechten Mini-Dinos können alles. Happi kann richtig viel futtern, Igur kann besonders neugierig sein und Permilla kann sich toll verkleiden. Am liebsten stellen sie Juris Zimmer auf den Kopf. Doch eins ist klar, die Dinorinos sind Juris allerbeste Freunde. Als sie eines Tages verschwinden, gibt er alles, um die drei wiederzufinden.
(Bild- und Textquelle: Loewe Verlag)






Meine Meinung:

"Happi, du hast alle meine Kaugummis gefressen!" Juri zeigt vorwurfsvoll auf die vielen Papierchen, die rings um Happis Bett liegen.

Dinosaurier sind längst ausgestorben? Dinosaurier sind riesengross? Falsch gedacht!
Die Dinorinos, das sind Igur, Permilla und Happi, sind zwar ziemlich klein, aber total lebendig. Das ist jedoch ein Geheimnis, von dem nur Juri und sein Opa wissen. Für alle anderen sehen sie nämlich aus wie Spielzeugdinos.

"Die Dinorinos können alles" ist der Auftakt zu einer neuen Kinderbuchreihe ab 6 Jahren. So eignet sich das Buch zum Vorlesen, aber auch zum Selberlesen. 
Die Thematik der kleinen Spielzeugdinosaurier, die lebendig sind, spricht die Kinder sofort an und sie schliessen die drei Mini-Dinos sofort ins Herz. 

Auf dem Vorsatzblatt werden Igur, Permilla und Happi ganz kurz vorgestellt, was sehr praktisch ist. So kann man schnell nochmals nachschauen, wer nun wer ist. Nachdem auf einer ersten Doppelseite die Sache mit den Dinorinos, Juri und seinem Opa erklärt wird, geht es mit der eigentlichen Geschichte los. Diese ist kindgerecht und sehr unterhaltsam. In diesem ersten Band wollen die drei mit Juri in die Schule. Zwar versprechen sie ihm, schön in der Schultasche zu bleiben und tonlos mit der Quietschkiste, dem alten Gameboy von Juris Mama, zu spielen, doch sie bringen ein ganz schönes Chaos in den Schulalltag.

"Die Dinorinos können alles" bringt einige Attribute eines Erstlesebuches mit sich. So hat es eine gut leserliche, schön gross gedruckte Schrift und jede Doppelseite ist mit farbenfrohen Illustrationen ergänzt. Es ist jedoch schon eine umfangreichere Geschichte, so dass auf den Seiten mehr Text und das ganze Buch ganze 80 Seiten umfasst. So eignet sich die Reihe sicher für geübte Erstleser.

Die Illustrationen von Steffen Winkler müssen auch positiv hervorgehoben werden. Nur schon das Cover ist so farbenfroh und süss, dass es sofort ins Auge sticht. Die Dinorinos schauen einen direkt an und scheinen "Lies unsere Geschicht!" zu sagen.

"He!", ruft Happi. "Man darf nich' klauen! Das is' mein Nachtiss!"     (Seite 14)

Für mich als Mutter und Lehrerin gibt es nur einen kleinen Wermutstropfen. Happi hat einen kleinen Sprachfehler und verschluckt einzelne Buchstaben am Ende eines Wortes. Er kann das 'sch' nicht aussprechen und sagt da nur 's'. Das kennt man von kleinen Kindern, denn das 'sch' wird ja ganz am Schluss gelernt. Zum Vorlesen kann man das auch ganz lustig betonen, doch da die Geschichte vor allem auch zum Selberlesen gedacht ist, finde ich das nicht ganz glücklich. Da stehen dann falsche Wörter im Buch und ein 't' am Ende wird durch ein Apostroph ersetzt. Nicht ganz einfach für Erst- und Zweitklässler.

Meine beiden Kinder sind aber total begeistert von den Dinorinos und wollen sie unbedingt auch auf ihren nächsten Abenteuern begleiten.

Fazit:


"Die Dinorinos können alles" ist ein toller Einstieg in die brontosauröse Reihe von Katharina Wieker. Mit den lebendig gewordenen Spielzeugdinosauriern und den farbenfrohen Illustrationen erobern die Dinorinos die Kinderherzen bestimmt im Sturm.






Favolina (7) findet die Dinorinos sehr lustig. Sie hat schon nach Band 2 & 3 gefragt.




Junior (5) hat mit Begeisterung der Geschichte rund um die drei Dinorinos gelauscht. Er hat sogar jedes Mal gefragt, ob ich nicht noch ein Kapitel vorlesen würde.





Infos zur Reihe:


         

  1. Die Dinorinos können alles
  2. Die Dinorinos wollen Kekse
  3. Die Dinorinos finden Freunde     (Erscheinungstermin 24. Juli 2017
  4. Die Dinorinos fahren ans Meer     (Erscheinungstermin 24. Juli 2017)




Mittwoch, 7. Juni 2017

Bilderbuch: "Mein erstes Buch von den Zahlen" von Natalie Choux




Titel: Mein erstes Buch von den Zahlen
Illustratorin: Natalie Choux
Verlag: Ars Edition (20. März 2017)
ISBN: 978-3845818504
Seiten: 12
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 1 Jahr


Erster Zählspaß für die Kleinsten! 
Eine Schnecke, zwei Schmetterlinge, drei Küken . . . Hier gibt es allererste Zahlen zu entdecken. Die besonders stabile Verarbeitung der Schiebeeffekte garantiert einen lang anhaltenden Spaß beim Immer-wieder-Ausprobieren und Ansehen des Buches.
(Bild- und Textquelle: Ars Edition)





Meine Meinung:


Gute Bücher für die Allerkleinsten sind nicht immer einfach zu finden. Der Verlag Ars Edition hat die "Meine erstes Buch von ...."-Reihe, mit der er Kindern ab 18 Monaten Grundwissen vermitteln möchte. Die Themen sind sehr breit gefächert und reichen vom Bauernhof bis hin zum Hof. Der neuste Band befasst sich nun mit den Zahlen. 
Schon auf dem Cover wird mit den Zahlen jongliert, so dass dies ein guter Einstieg in die Welt der Mathematik ist.

Jede Doppelseite widmet sich einer Zahl. Diese wird dem Kind auf drei verschiedene Arten näher gebracht. Einmal ist gross die Zahl geschrieben und darunter finden sich die entsprechende Anzahl Äpfel. Auf der rechten Seite gibt es dann noch Tiere zu entdecken. Und hier kann das Kind aktiv werden. So kann man das Schneckenhaus in Bewegung bringen, entdecken, wie viele Schmetterlinge sich hinter dem Buch verstecken oder den Küken dabei behilflich sein, aus ihren Eiern zu schlüpfen. So wird der Zahlenraum von 1 bis 4 erkundet. Auf der letzten Doppelseite können dann nochmals alle Tiere von den vorangegangenen Seiten gezählt werden. Und hier finden sich dann auch noch 5 Fische. 

Ich hätte es schön gefunden, wenn die Fünf auch noch eine eigene Seite bekommen hätte, dann könnte man mit dem Kind die Zahlen an einer Hand anschauen.

Da "Mein erstes Buch von den Zahlen" ja schon ab 1.5 Jahren empfohlen wird, finde ich es sehr gut, dass die Illustrationen sehr schlicht gehalten sind. Die Seiten sind aus sehr dickem Karton und auch die Schieber machen einen sehr robusten Eindruck, so dass das Buch auch in Kinderhänden bestimmt lange überlebt.




Fazit:


"Mein erstes Buch von den Zahlen" ist für kleine Kinder ein idealer Einstieg in die Buch- und Zahlenwelt. Die Zahlen 1 bis 4 werden auf unterschiedliche Arten visualisiert und mit den verschiedenen Schiebern können sich die Kinderhände beschäftigen. Zudem ist das Buch sehr hochwertig und robust hergestellt.





Donnerstag, 1. Juni 2017

Sachbuch: "Das grosse Buch der wilden Tiere" von Yuval Zommer



Titel: Das grosse Buch der wilden Tiere
Autor und Illustrator: Yuval Zommer
Übersetzerin: Cornelia Panzasschi
Verlag: FISCHER Sauerländer (27. April 2017)
ISBN: 978-3737355049
Seiten: 64
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


Das ganz und gar besondere Sachbilderbuch im Großformat klärt auf über die großen und kleinen Wildtiere der Welt: Auf jeder Doppelseite präsentiert sich ein Tier, humorvoll und modern gezeichnet, von seiner besten Seite. Gleich mehrere Fragen zur Tierart werden kurz und verständlich beantwortet. Das macht das Lesen und Betrachten zu einem Aha-Erlebnis für Eltern und Kinder: Ist der Fuchs wirklich so schlau? Na klar, im Winter benutzt er zum Beispiel seinen buschigen Schwanz als kuschlige Zudecke. Sind Wölfe so böse wie der aus den Märchen? Aber nein, Wölfe sind liebevolle Eltern! Und tragen Gürteltiere eine Ritterrüstung? Na ja, so ähnlich kann man ihren Panzer schon verstehen.
(Bild- und Textquelle: Fischer Verlage)





Meine Meinung:


"Das grosse Buch der wilden Tiere" heisst nicht nur gross, sondern überragt mit seinen 24 x 35 cm auch die meisten anderen Bücher in unserem Regal. So wird es von den Kindern gerne in die Hand genommen, denn die mögen grossformatige Bücher.
Ich habe mich sofort in das klasse Cover verliebt, auf dem sich rund um den Titel schon viele wilde Tiere tummeln und ihre Spuren hinterlassen haben. So bekommt man schon einen ersten Eindruck, mit welchen gefährlichen Kreaturen man es gleich zu tun bekommt.

Wenn man das Buch dann aufschlägt, bekommt man noch vor der Titelseite einen Auftrag. Man muss nämlich einen ganz bestimmten Fussabdruck 15-mal im Buch finden. Genaues Beobachten und Vergleichen ist also wichtig.

Wusstest du ...                                                                                                                      ... dass Braunbären Fell zwischen den Zehen haben?     (Seite 26)

Dann geht es erst richtig los. Immer auf einer Doppelseite wird ein Thema oder ein Tier behandelt. Zuerst wird erklärt, was Säugetiere sind und in welche verschiedenen Gruppen sie unterteilt werden. Dann geht es um Zähne und Krallen, also wie sich die Tiere verteidigen, und unter dem Titel 'Heulen, knurren und stinken' erfährt man, wie sich die Tiere bemerkbar machen.
Danach werden 18 wilde Tiere genauer vorgestellt. Da finden sich selbstverständlich die bekannte n Kandidaten wie Tiger, Wolf und Braunbär. Richtig spannend wird es dann bei etwas exotischeren Tierarten wie dem Honigdachs, dem Marderbär oder dem Tasmanischen Teufel. Die Auswahl der Tiere ist sehr abwechslungsreich und spannend.

Ist er wirklich ein Teufel?                                                   
Wenn sich ein Tasmanischer Teufel bedroht fühlt, hört er sich tatsächlich wie ein Teufel an: Er stösst dann markerschütternde Schreie aus.
Er wird auch Beutelteufel genannt.     (Seite 32)

Nach den  Tiervorstellungen gibt es als Abschluss nochmals einige allgemeine Informationsseiten. Da können wilde Spuren entdeckt und gesucht werden, einige wilde Eiszeittiere werden vorgestellt, man erfährt, welche Tiere in Schwierigkeiten stecken, und welche Wildtiere in der Stadt vorkommen. Als krönenden Abschluss werden noch einige Tierwörter erklärt, so dass dann auch die Kinder wie Tierexperten reden können.

Warum können Geparden so schnell laufen?                                                   
Geparden können ihre Krallen nicht ganz einziehen. Beim schnellen Laufen geben die Krallen ihnen dafür mehr Halt.     (Seite 40)

Die ganze Familie ist richtig begeistert von "Das grosse Buch der wilden Tiere".  Die Bilder von Yuval Zommer sind wunderschön, so dass man das Buch auch einfach nur so durchblättern und staunen kann.
Die Informations-Häppchen, bestehend aus einer fett gedruckten Frage und der Antwort, sind gut dosiert und sehr spannend, so dass gross und klein noch etwas dazulernen können. So ist Yuval Zommer ein Gesamtkunstwerk gelungen, das man immer wieder zum Schmökern in die Hand nimmt. 





Fazit:


"Das grosse Buch der wilden Tiere" von Yuval Zommer ist ein rundum gelungenes Sachbuch, das die ganze Familie begeistert. Wunderschöne Illustrationen und spannende Informations-Häppchen ergänzen sich perfekt und laden zum Verweilen ein. Ich kann euch dieses grossartig grossformatige Werk nur ans Herz legen.