Donnerstag, 31. August 2017

Deutscher Jugendliteraturpreis 2017 - #djlp17 - Die nominierten Sachbücher



Jedes Jahr werden auf der Leipziger Buchmesse eine Anzahl Bücher für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Meistens sind das sehr spezielle Bücher, doch wenn ich in mein Regal schaue, entdecke ich doch das eine oder andere Werk, das einmal auf der Auswahlliste stand. Jedes Jahr bin ich gespannt, welche Titel nominiert werden, ob ich davon auch schon den einen oder anderen gelesen habe.
Der Preis wird schon seit 1956 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verliehen. Die Organisation und Bekanntgabe übernimmt der Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. (AKJ). Vergeben wird der Preis immer an der Frankfurter Buchmesse, dieses Jahr am 13. Oktober 2017.

Gemeinsam mit sieben anderen Literaturfans möchte ich diesem Preis mehr Aufmerksamkeit schenken. Wir möchten den Deutschen Jugendliteraturpreis begleiten, indem wir euch die einzelnen Preiskategorien genauer vorstellen, nominierte Bücher lesen und rezensieren. Unter dem Hashtag #djlp17 könnt ihr unsere Beiträge in den Sozialen Netzwerken finden und euch mit uns austauschen.



 die Kategorien:


         

      


Die vier klassischen Kategorien des Deutschen Jugendliteraturpreises sind Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Seit einigen Jahren gibt es auch noch den Preis der Jugendjury, die aus sechs über die Bundesrepublik verteilten Leseclubs besteht. Neben den Spartenpreisen werden zwei Sonderpreise für deutsche Autorinnen/Autoren vergeben: einmal einen für das Gesamtwerk und dieses Jahr zum ersten Mal einen für Neue Talente. Die Vorstellung der Nominierungen haben ich euch unter dem jeweiligen Banner verlinkt.

 

die offiziellen #djlp17-Blogger sind:




die nominierten Sachbücher:



"Lass mich frei!" von Patrick George (Text, Illustration)

Ein Bilderbuch mit einer klaren Botschaft: Tiere wollen frei sein. Dazu können ihnen Kinder hier verhelfen. Elchköpfe an der Wand, Tigerfelle als Teppiche, Elefanten im Zirkus, Hühner auf engstem Raum, Bären im Zoo, Füchse um Damenhälse – die Liste von Möglichkeiten, Tiere zu ge- bzw. missbrauchen ist lang. Dieses Buch bietet durch schlichtes Umblättern transparenter Seiten die Gelegenheit, alle Tiere wieder in ihre natürliche Umgebung zu versetzen. Das ist überraschend und verblüffend und regt zum Gespräch über Freiheit und Unfreiheit an.
(Bild- und Textquelle: Moritz Verlag)

Meinungen zum Buch gibt es auf:


"Martha. Die Geschichte der letzten Wandertaube" von Atak (Text, Illustration)

»Wir flogen zu Millionen und Abermillionen. Wir verdunkelten das Tageslicht. Oft dauerte es drei Tage, bis einer unserer Schwärme vorbeigezogen war. Das Geräusch, das unsere Flügelschläge machten, ein einschläferndes Surren, war noch Hunderte Kilometer weit zu hören. Wir zogen, wir wanderten, wir flogen. Die Menschen nannten uns Wandertauben und wir beherrschten den Himmel Nordamerikas.«

Martha erzählt ihre Geschichte und die ihrer Art. Wie konnte es dazu kommen, dass die Wandertaube, die häufigste Vogelart der Erde, vollständig ausgerottet wurde? Martha starb am 1. September 1914 im Zoo von Cincinnati. In kraftvollen Bildern und Texten voller Poesie setzt Atak Martha und ihren Artgenossen ein Denkmal.
(Bild- und Textquelle: Aladin Verlag)

Meinungen zum Buch gibt es auf:



"Bienen" von Piotr Socha (Text, Illustration) und Thomas Weiler (Übersetzung)

Willkommen im Reich der Bienen! Hier können wir die fleißigen Insekten aus der Nähe betrachten, in einen Bienenstock schauen und alles über das Imkern erfahren. Wer bei Bienen nur an den leckeren Honig denkt, wird staunen! Denn wer hätte gewusst, dass es Bienen schon seit den Dinosauriern gibt? Was es mit dem Bienentanz auf sich hat? Oder warum es ohne die Bienen weniger Äpfel gäbe? Ein wunderbar witziges Buch für große und kleine Bienenfreunde, das mit seinen fröhlich bunten, großformatigen Bildtafeln und vielen erstaunlichen Informationen die Geschichte von Mensch und Honigbiene erzählt.
(Bild- und Textquelle: Gerstenberg Verlag)




"Kopf im Kopf" von Ondřej Buddeus (Text), David Böhm (Illustration) und Doris Kouba (Übersetzung)

Viel Wissen rund um den Kopf!
So ein Kopf ist sehr faszinierend – er informiert uns darüber, was es wo zu sehen oder zu hören gibt, wie etwas riecht oder schmeckt. Im Kopf sitzt das Management unseres Körpers, weil unser Gehirn an wirklich alles denkt.
Er ist unser wichtigstes Körperteil, und je länger wir uns mit ihm beschäftigen, desto klarer wird, dass wir eine kleine Enzyklopädie brauchen, die uns alles erklärt.

Entstanden ist ein fantasievolles, lyrisches Werk. Durchgehend illustriert, manchmal als Comic, werden viele Kinderfragen beantwortet, unter anderem von einem Neurologen und einem Detektiv.
(Bild- und Textquelle: Karl Rauch Verlag)
Meinungen zum Buch gibt es auf:



"Technik in den Alpen. Von Seilbahnen, Staudämmen und Schneekanonen" von Elfi Fritsche (Text), Johanna Putzer (Text, Illustration) und Josef Putzer (Text)

Wie Menschen sich mithilfe technischer Errungenschaften den alpinen Herausforderungen stellen.

Atemberaubende Seilbahnkonstruktionen, ausgeklügelte Skipistentechnik, kühne Eisenbahn- und Brückenbauten sowie Hangsicherungen – der alpine Naturraum hat sich in eine Hightech-Landschaft verwandelt. Dieses Jugendsachbuch erklärt anhand von über 250 Fotos, Infografiken, Zeichnungen und knappen Texten technische Zusammenhänge und Entwicklungen: Wie wird aus Wasserkraft Strom gewonnen? Wie treffen Tunnelbauer sich punktgenau im Inneren eines Berges? Wie wird die Sicherheit von Staumauern kontrolliert? Wie funktioniert eine Schneekanone? Mit welchem Ski kriege ich leichter die Kurve?
(Bild- und Texquelle: Folio Verlag)

Meinungen zum Buch gibt es auf:



"Iss was?! Tiere Fleisch und ich" von Christine Chemnitz (Text, Redakteur), Gabriela Häfner (Text) und Gesine Grotrian (Illustration, Gestaltung)

Immer mehr Menschen – auch Kinder und Jugendliche – wollen wissen, wie die Tiere auf ihrem Speiseplan gelebt haben. Das ist gar nicht so einfach herauszufinden. Dieses Buch will die wichtigsten Informationen zum Thema „Fleisch“ für alle verständlich und anschaulich präsentieren.
(Bild- und Textquelle: Heinrich Böll Stuftung)

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