Montag, 18. Dezember 2017

Bilderbuch: "Wer hat den Lebkuchen stibitzt?" von Maria Stalder



Titel: Wer hat den Lebkuchen stibitzt?
Autorin & Illustratorin: Maria Stalder
Verlag: Atlantis (8. September 2017)
ISBN: 978-3715207346
Format: Hardcover, Format 23 x 27 cm
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren


Ein wunderbarer Geruch steigt dem Fuchs in die Nase. Es sind die Lebkuchen, die Arne auf dem Fensterbrett auskühlen lässt. Arne lebt im Waldhaus, er hilft dem Nikolaus. Aber … schwupp und weg ist ein Lebkuchen! Der Fuchs genießt den ungewöhnlichen Bissen. Er schmeckt nach Wald und Honig, nach Holz, Zimt und Glück. Doch dann hört der Fuchs, was Arne und der Nikolaus reden. Wer genau bekommt jetzt keinen Lebkuchen?
(Bild- und Textquelle: Atlantis)





Meine Meinung:

Mmmmh, wären die Lebkuchen nicht so heiss,
Arne würde gleich davon essen.
Einen will er für sich behalten.
Die anderen braucht der Nikolaus.

Die Adventszeit ist oft sehr hektisch und da gibt es mit Kindern oft nur ein Rezept: Sich gemeinsam aufs Sofa kuscheln und beim Kerzenschein des Adventskranzes Geschichten vorzulesen. Dieses Jahr ist "Wer hat den Lebkuchen stibitzt?" von Maria Stalder unser Highlight bei den weihnachtlichen Bilderbüchern. Mir gefällt besonders, dass hier für einmal nicht Weihnachten selber im Mittelpunkt steht sondern der weihnachtliche Gedanke  - und der Nikolaus spielt auch noch eine Rolle.

Arne lebt alleine im Wald und bäckt für den Nikolaus Lebkuchen, die dieser dann an die Kinder verteilt. Um die frischen Lebkuchen abkühlen zu lassen, stellt er das Bleck aufs Fenstersims. Der Wind trägt den süssen Duft in den Wals hinaus und lockt einen Fuchs an, der sehr hungrig ist. Schnell schnappt dieser sich eines der Gebäcke.

Als der Nikolaus die Lebkuchen abholen möchte, fehlt einer, so dass Arne den, den er für sich gebacken hatte, opfert. Der Fuchs, der alles beobachtet, bekommt nun ein schlechtes Gewissen. Darum überlegt er sich etwas, um sich bei Arne zu entschuldigen.

Die Geschichte ist wirklich wunderschön und hinter dem weihnachtlichen Setting steckt weit mehr als man denken könnte. Die meisten von uns - gerade auch Kinder - haben wohl schon einmal etwas heimlich stibitzt und danach ein schlechtes Gewissen bekommen, so wie der der Fuchs. Das zuzugeben ist jedoch sehr schwierig und so wird oft nach einer Entschuldigung gesucht, oft auch mit Gesten statt Worten.
Schlussendlich erkennt der Fuchs, dass es viel schöner ist, zu geben als nur zu nehmen - und dass man auch mit kleinen Dingen grosse Freude bereiten kann.



Fazit:


"Wer hat den Lebkuchen stibitzt?" ist ein stimmungsvolles Bilderbuch mit einer wunderbaren Botschaft, die man sich gerade in der Adventszeit immer wieder vor Augen führen sollte. 






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