Mittwoch, 9. August 2017

Bilderbuch: "Mias Bohne" von Stephanie Schneider




Titel: Mias Bohne
Autorin: Stephanie Schneider
Illustratorin: Astrid Henn
Verlag: FISCHER Sauerländer (23. Februar 2017)
ISBN: 978-3737351232
Seiten: 32
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 24 Jahren


Mia wünscht sich ein Tier. Am liebsten hätte sie einen Elefanten. Doch Mama denkt da ganz praktisch. Und so bekommt Mia eine Bohne. »Das ist auch etwas Lebendiges«, meint Mama, »darum muss man sich ganz doll kümmern«. Auch gut, findet Mia, dann ist jetzt eben die Bohne ihr Haustier. Pflanzentierpflegerin zu sein ist toll. Aus der Babybohne wird ein kleines Pflänzchen, das Mia in ihrem Puppenwagen spazieren fährt und mit Gartenschlauchlimonade versorgt. Sie hat jetzt kaum noch Zeit, um mit ihrer besten Freundin zu spielen. Und die Bohne wird immer größer ...


(Bild- und Textquelle: FISCHER Sauerländer)





Meine Meinung:

Mia wünscht sich ein Tier. Einen Elefanten. Oder mindestens einen Hund.

Ich mag Bücher, die Kinder dazu animieren, aktiv zu werden. "Mias Bohne" von Stephanie Schneider gehört genau in diese Sparte.

Eigentlich möchte Mia ja ein Tier. Am liebsten einen Elefanten, mindestens aber einen Hund. Doch die Eltern wollen davon nichts wissen, denn ein Haustier gibt bekanntlich viel Arbeit und braucht genügend Platz, damit es sich wohl fühlt. So viel Mia jammert, die Eltern geben nicht nach.
Eines Tages gibt Mama Mia einen weissen glatten Kern. Es ist zwar kein Tier, aber trotzdem etwas Lebendiges. Mia soll den Samen in die Erde stecken und gut giessen, dann würde bald ihre eigene Bohne wachsen.

Erst ist Mia enttäuscht, denn so eine Bohne ist doch kein Elefant. Als dann aber wirklich eine grüne Spitze aus der Erde guckt, ist sie doch begeistert. Für sie steht nun fest, dass diese Bohne ihr Haustier wird. Und so ist Britta-Brigitte von nun an immer an Mias Seite. Jeden Tag gehen sie gemeinsam spazieren, sitzen zusammen auf der Treppe vor dem Haus, Mia erzählt ihrer Bohne Gruselgeschichten von Blattläusen und der Bohneneintopf zum Mittagessen wird boykottiert. Wer isst denn schon sein Haustier?!

Pflanzentierpflegerin zu sein ist zwar toll - zumindest für ein paar Tage. Danach werden wieder andere Prioritäten gesetzt, ganz oben stehen nun ihrer Freundin und deren neues Trampolin. So vergisst Mia erst das Giessen um danach Britta-Brigitte zu überschwemmen, damit es für ein paar Tage hält. Da muss es doch eine bessere Lösung geben ....
"Hast du deine Bohne schon gegossen?"
"Jaja", sagt Mia genervt und murmelt leise: "Neulich oder so."
Puh, so eine Bohne als Haustier zu haben ist ganz schön aufwendig. Ein Hund wäre viel einfacher. Der kann schliesslich selbst mal zum Napf laufen und trinken.

Viele Kinder wünschen sich ein Haustier. "Mias Bohne" greift diesen Wunsch auf und zeigt, dass man damit aber auch eine Verantwortung übernimmt. Die Idee der Mutter, ihrer Tochter dies mit einer Pflanze zu zeigen gefällt mir sehr gut. Stephenie Schneider zeigt schön die erste Begeisterung auf, die nach und nach abflaut. Schön, dass Mia dann eine Lösung sucht, die ihr und ihrer Bohne zugutekommen. Hier hätte ich mir aber den Link zum Haustier gewünscht, das man nicht einfach in den Garten stellen kann, wenn einem die Arbeit zu viel wird.

Wie schon am Anfang gesagt, finde ich es toll, wenn ein Buch dazu animiert, aktiv zu werden. Meine beiden Kinder wollten nach der Geschichte sofort ihre eigenen Bohnen ansäen. Und ich bin erstaunt, denn bis heute giessen sie ihren Topf mit grosser Begeisterung.

Übrigens wurde in Zusammenarbeit mit Lehrern Unterrichtsmaterial zu "Mias Bohne" entwickelt. So gibt es auf der Verlagsseite kostenose Tipps und Arbeitsblätter für den Einsatz im Kindergarten und der Grundschule.


Fazit:


"Mias Bohne" ist ein pädagogisch wertvolles Bilderbuch, das mit farbenfrohen, frischen Bildern aufwartet und zum aktiv werden animiert. Es zeigt, was es heisst, Verantwortung zu übernehmen und kann so vielen Eltern, deren Kinder sich ein Haustier wünschen, eine Hilfe sein. Neben der Thematik Haustier wird auch das Pflanzenwachstum schön aufgegriffen, so dass nach dem Bilderbuch ganz bestimmt auch noch ein Topf mit Bohnen Einzug halten wird.




Favolina (7) liebt die Natur und so stand für sie sofort fest, dass sie auch eine Bohnen pflanzen möchte. Zudem findet sie es lustig, dass Mia ihre Bohne Britta-Brigitte getauft hat.




Auch Junior (5) wollte sofort eigene Bohnen pflanzen. Seither giesst er seinen Topf fleissig (zwar gab es noch keine Überschwemmung, aber zu Beginn wurde mehrmals am Tag die Giesskanne geholt) und verfolgt gespannt, welche Bohne grösser wird.







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