Sonntag, 26. Februar 2017

Kinderbuch: "Die lustigen Abenteuer des Rösslein Hü" erzählt von Ursula M. Williams




Titel: Die lustigen Abenteuer des Rösslein Hü
Reihe: Rösslein Hü, Band 1
Autorin: Ursula M. Williams
Illustratorin: Joyce Lancaster Brisley
Übersetzer: Franz Caspar
Verlag: OF Kinderbuch (1. September 2015)
ISBN: 978-3280034811
Seiten: 168
Ausführung: gebunden
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 8 Jahren


Onkel Peter ist Spielzeugschnitzer – und eines Tages gelingt ihm ein ganz besonders schönes Rösslein. Er freut sich, denn bestimmt wird er für sein Rösslein Hü einen Käufer finden. Doch Rösslein Hü möchte viel lieber bei Onkel Peter bleiben. Aber die Geschäfte mit dem Spielzeug laufen immer schlechter, und als Onkel Peter auch noch krank wird, rollt Hü los, um seinem Freund zu helfen. Hü reist übers Meer, strandet auf einer Schatzinsel, arbeitet in einem Zirkus und erlebt viele Abenteuer, bis es endlich glücklich wieder nach Hause kommt.
(Bild- und Textquelle:. Orell Füssli Verlag)




Meinung: 

Einstieg ins Buch:
Eines Tages schnitzte Onkel Peter ein kleines Holzpferdchen. Das war eigentlich nichts Besonderes, denn Spielzeugschnitzen war schon immer Onkel Peters Beruf gewesen.

Mit den Abenteuern des kleinen Holzpferds, das auszieht, um Onkel Peter zu helfen, sind ganze Generationen aufgewachsen. Auch ich selber kam im Kindergarten in den Genuss vom Rösslein Hü. Als ich dann vor einiger Zeit entdeckte, dass der Orell Füssli Verlag diesen Klassiker neu aufgelegt hat, wusste ich, dass auch meine Kinder das Holzpferdchen kennenlernen mussten.

Onkel Peter ist Spielzeugschnitzer. Seine Spielsachen packt er in einen Sack und zieht von Dorf zu Dorf um diese zu verkaufen. Wenn Onkel Peter kommt, rennen ihm die Kinder entgegen und die Erwachsenen plaudern mit ihm. Es gab damals nämlich an den meisten Orten noch keine Zeitungen und schon gar kein Radio und so erfahren sie vom herumreisenden Spielzeugschnitzer die neusten Nachrichten.
Ein Holzpferdchen gelingt ihm besonders gut und er freut sich, dass er dafür bestimmt einen Taler bekommen würde. Aber das Rösslein weint, denn es möchte nicht verkauft werden. So behält Onkel Peter das Pferdchen und die beiden werden Freunde. 

Die Geschäfte mit dem Spielzeug läuft aber immer schlechter, und als Onkel Peter auch noch krank wird, rollte Hü los, um seinem Freund zu helfen. Es möchte unbedingt Geld verdienen, wird aber erst einmal fortgejagt und dann vom Pächter Michel gefangen genommen. Als es dann frei kommt, beginnen die Abenteuer des kleinen Holzpferds: Es fährt mit dem Elefanten Dumbo übers Meer, arbeitet im Bergwerk, besucht den Königshof, wird zum Rennpferd, tritt im Zirkus auf, landet auf einem Piratenschiff und entdeckt eine Schatzinsel. So hat es viel zu erzählen, als es dann endlich wieder nach Hause kommt.

"Was soll ich jetzt machen?", dachte Hü. "Soll ich zu Onkel Peter zurückgehen und ihm den Taler zu bringen? Aber ein einziger Taler ist doch noch zu wenig. Und ausserdem wird mich die alte Frau zu Brennholz spalten, wenn sie mich erwischt. Ich gehe besser in die Welt hinaus und verdiene viel Geld.     (Seite 41/42)
Wenn man "Die lustigen Abenteuer des Rösslein Hü" lesen möchte, muss man sich bewusst sein, dass das Buch erstmals 1938 erschienen ist. Die Sprache ist dementsprechend alt. So wird mit Groschen und Talern bezahlt und der Schreibstil ist sehr direkt und einfach gehalten. Einige Szenen sind auch wirklich brutal und das Rösslein Hü muss viele Schicksalsschläge einstecken. Das lebendig gewordene Holzpferdchen, das alles tut, um seinem Freund zu helfen geht ans Herz. 

Das Buch wird vom Verlag ab 8 Jahren empfohlen. Ich habe es meinen Kindern (4 und 7 Jahre) vorgelesen und beide fieberten mit, waren fasziniert und nun hat das Rösslein Hü zwei Fans mehr. 
Ich finde es einen idealen Vorlesespass. Beinahe jedes Kapitel bringt ein neues Abenteuer, so dass die Handlung äusserst abwechslungsreich ist. Zudem können so alte Begriffe geklärt und grausame Szenen aufgefangen werden.




Fazit:


"Die lustigen Abenteuer des Rösslein Hü" ist die Neuauflage des Klassikers, mit dem mehrere Generationen aufgewachsen sind. 1938 erstmals erschienen, ziehen die Abenteuer des lebendig gewordenen Holzpferdchens die Kinder noch heute in ihren Bann. Für mich ist das ein ideales Vorlesebuch, bei dem die Erwachsenen in Erinnerungen schwelgen und die Kinder fasziniert zuhören können.






Favolina (7) hat richtig mit dem Rösslein Hü mitgelitten. Es hat sie sehr mitgenommen, wenn das Holzpferdchen schlecht behandelt wurde und wenn ein Kapitel fertig war musste sie unbedingt noch wissen, wie das nächste heisst.






Junior (4) ist ein grosser Fan vom Rösslein Hü geworden. Es fand diese unterschiedlichen Abenteuer sehr spannend und war begeistert, als die Kindergärtnerin sogar noch ein richtiges altes Rösslein Hü hatte, das wir ausleihen durften.







Infos zur Reihe:


   

  • Die lustigen Abenteuer des Rösslein Hü
  • Das Rösslein Hü fährt wieder in die Welt




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