Samstag, 10. Dezember 2016

Kinderbuch: "13 wilde Weihnachtskerle" von Barbara van den Speuhof




Titel: 13 wilde Weihnachtskerle
Autorin: Barbara van den Speuhof
Illustratorin: Susanne Göhlich
Verlag: FISCHER KJB (22. September 2016)
ISBN: 978-3737340670
Seiten: 176
Ausführung: gebunden
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 6 Jahren


Dreizehn wilde Weihnachtskerle aus Island wollen den Geschwistern Smilla und Snorre ihren größten Wunsch erfüllen und einen echten Weihnachtsbaum besorgen. Knut, der kleinste der Kerle, weiß sogar, wie das Land heißt, aus dem alle Weihnachtsbäume herkommen: Hamburg. Schleunigst machen sie sich auf den Weg. Aber so einfach ist es gar nicht, sich in der Fremde zurechtzufinden und keinen Unfug anzustellen! Denn sie können nichts dafür, dass Langfinger öfters etwas mitgehen lässt, Kuki jede Keksdose plündert und vor Pottpitt kein einziger Kochtopf sicher ist, um nur ein paar Charaktereigenschaften der Weihnachtskerle zu erwähnen. Zum Glück freunden sich die dreizehn mit den Menschenkindern Malte und Antonia an. Die beiden helfen den Kerlen, sich in Hamburg zurechtzufinden. Aber ob sie es auch schaffen werden, rechtzeitig einen Weihnachtsbaum zu organisieren?
(Bild- und Textquelle: Fischer KJB)



Meinung: 

Einstieg ins Buch:
"Versprochen ist versprochen", sagte Knut und machte ein feierliches Weihnachtsgesicht. Dabei war noch gar nicht Weihnachten. Erst in ungefähr vier Wochen.

Das Vorlesen hat bei uns im Advent einen sehr hohen Stellenwert. Wir haben Bilderbücher, die wir jedes Jahr wieder hervorholen und daneben gibt es immer ein neues Vorlesebuch. Der Entscheid, welches es werden soll, ist nicht immer einfach. "13 wilde Weihnachtskerle" hat mich gleich frech angelacht und als ich mitbekommen habe, dass sie aus Island stammen, war für mich klar, dass dieses Buch unsere diesjährige Adventslektüre wird.
Wie viele andere Weihnachtsbücher ist auch dieses in 24 Kapitel unterteilt. So kann man jeden Tag einen Abschnitt vorlesen. Die Kapitel sind schön kurz gehalten, so dass sie sich gut als Gute-Nacht-Geschichten eignen oder aber auch mehrere hintereinander gelesen werden können.

Wie schon erwähnt, kommen die 13 wilden Weihnachtskerle aus Island. Sie können nur von denjenigen gesehen werden, die auch an sie glauben und das ist überwiegend die Kinder. Für die Erwachsenen sind sie also unsichtbar, was sehr lustige Situationen ergibt.

"Hilfe! Ein Dieb!", rief der pummelige Marktbudenbesitzer. "Haltet ihn!"Er deutete auf eine lange Schlange aus dicken Räucherwürstchen, die die Fussgängerzone entlangrannte. Wie von Geisterhand gezogen, bewegte sich die Wurstschlange ganz von alleine durch die Menschenmenge. So sah es zumindest für die Erwachsenen aus.     (Seite 75/76)
Beinahe ein Jahr war es nun her, seit die dreizehn Kerle den Geschwistern Smilla und Snorre versprochen hatten im nächsten Jahr einen Weihnachtsbaum vorbeizubringen. Und zwar keinen aus Plastik sondern einen echten Weihnachtsbaum. Nur gut, dass Knut, der kleinste Weihnachtskerl, weiss, wo die Weihnachtsbäume herkommen: aus Hamburg. Und so machen sich die 13 Kerle als blinde Passagiere auf den abenteuerlichen Weg nach Deutschland. In Hamburg treffen sie auf Antonia und Malte, die ihnen helfen wollen. Ob sie es gemeinsam wirklich schaffen, einen Weihnachtsbaum zu Smilla und Snorre nach Island zu schaffen?

Die Adventszeit lebt von Traditionen und so gibt es auch viele klassische Weihnachtsgeschichten. "13 wilde Weihnachtskerle" hingegen ist modern, witzig und frech, so dass die Kinder ganz bestimmt begeistert sein werden. 

Auf den Vorsatzpapieren findet sich zu jedem Weihnachtskerl ein kurzer Steckbrief. Jeder hat nämlich seine Eigenart. Pottpitt hat immer Hunger, Blanco liebt alles, was weiss ist, Langfinger lässt gerne mal etwas mitgehen, Lametta liebt alles, was glitzert und funkelt .... Die Charaktere sind sehr süss gezeichnet, so dass man sie ganz schnell ins Herz schliess. Doch man kann sich gut vorstellen, dass die Weihnachtskerle jede Menge Unfug anstellen. So entsteht eine turbulente und äusserst unterhaltsame Suche nach dem Weihnachtsbaum

Das Vorlesen und Zuhören hat uns grossen Spass gemacht. Es passiert so viel, dass wir am liebsten immer weiter gelesen hätten. 
Zudem wird die Geschichte von tollen und sehr passenden Bildern von Susanne Göhlich untermalt. Meine Kinder mussten diese immer sofort sehen.

Fazit:


"13 wilde Weihnachtskerle" ist eine moderne, freche und turbulente Weihnachtsgeschichte, die uns alle köstlich amüsiert hat. Entweder kann man jeden Tag im Advent ein Kapitel lesen oder aber die ganze Geschichte auf einmal verschlingen.
Meiner Meinung nach eignet sich das Buch von Barbara van den Speulhof perfekt zum Vorlesen im Advent.






Favolina (7) fand "13 Wilde Weihnachtskerle" einfach nur super. Sie liebt die Illustrationen und kannte schnell die einzelnen Weihnachtskerle. 






Junior (4) ist vom Alter her an der unteren Grenze für dieses Weihnachtsbuch. Doch auch er hat immer gespannt zugehört. Er fand es sehr lustig, wenn die Weihnachtskerle Unfug trieben, zum Beispiel wie mit den Würsten auf dem Weihnachtsmarkt.




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